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Berliner Fähren fahren ab 2014 größtenteils mit Elektro-Antrieb

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Die Fähren auf Berliner Gewässern sollen die Umwelt künftig weniger stark belasten.

Wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Dienstag mitteilten, werden ab 2014 auf vier Linien nur noch Schiffe mit Elektroantrieb fahren. Die Fähre auf dem Wannsee soll zwar weiter mit einem Dieselmotor angetrieben werden, der aber weniger Abgase ausstößt.

Die BVG betreibt die insgesamt sechs Fährlinien in der Stadt nicht selbst, sondern sucht sich dafür Dienstleister. Im Ergebnis einer Neuausschreibung der Leistungen wird die Stern- und Kreisschifffahrt künftig nur noch die Wannsee-Fährlinie F10 (Wannsee-Alt Kladow) behalten.

Für vier weitere Linien hat die Weiße Flotte aus Stralsund den Zuschlag erhalten. Gemäß der Ausschreibung muss das Unternehmen auf den ganzjährig bedienten Linien F11 (in Oberschöneweide) und F12 (Wendenschloß) sowie den Saisonfähren F21 (Schmöckwitz) und F23 (Rahnsdorf) neue Schiffe einsetzen. Diese werden jeweils bis zu 35 Personen befördern können und mindestens 28 Sitzplätze bieten. Zudem müssen die Fähren mindestens zwei Rollstühle und zehn Fahrräder transportieren können. Der Antrieb der Schiffe erfolgt mit einem Elektromotor, der über Solarzellen auf dem Dach und einem Dieselgenerator mit Strom versorgt wird. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung kann die Fähre nach BVG-Angaben allein mit Solarenergie betrieben werden. Bei wenig Sonnenschein sorgt ein mit einem Rußfilter ausgestatteter Generator für eine umweltfreundliche Energieversorgung. Über Nacht werden die Batterien zusätzlich mit Strom aus der Steckdose aufgeladen. Laut BVG ist der Einsatz von Elektrofähren in dieser Größe und Anzahl einmalig in Deutschland.

Auch auf dem Wannsee soll ab Januar 2014 ein neues Fährschiff fahren. Es wird mit einem Dieselmotor ausgestattet, der dem neuesten technischen Standard entspricht und damit die Umwelt weniger stark belastet. Die neue Fähre soll zudem mehr Platz bieten als das derzeit eingesetzte Schiff. Die gerade im Sommer stark genutzte Fähre soll demnach bis zu 300 Personen befördern können, 150 von ihnen können dann mit einem Sitzplatz rechnen. Zudem soll das Schiff bis zu fünf Rollstühle und bis zu 60 Fahrräder befördern. Der Fahrgastraum werde beheizbar und behindertengerecht gestaltet sein, so BVG-Sprecherin Petra Reetz. Über den künftigen Betrieb der Ruderfähre F24 (Müggelheim-Rahnsdorf) sei noch nicht entscheiden worden.

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