Gegen 9.30 Uhr entdeckten Bundespolizisten im Terminal B eine Laptoptasche, die niemand zu gehören schien. Die Beamten veranlassten zunächst, den Besitzer per Lautsprecheranlage auszurufen. Als sich niemand meldete, ließ die Bundespolizei das Terminal räumen, um die Tasche zu überprüfen.
Die Haupthalle wurde daraufhin zur Hälfte gesperrt. Reisende mussten auf Schalter in anderen Terminals ausweichen. Büros und Restaurants wurden vorübergehend geschlossen. Auch der Übergang zum Terminal C sowie die Zufahrt zum Terminal B mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Als sich niemand mehr im betroffenen Terminal aufhielt, begannen Spezialeinsatzkräfte mit der Überprüfung des Gepäckstücks. Bombenentschärfer röntgten die Tasche, bevor sie sie öffneten und endgültig Entwarnung geben konnten: Die Tasche war leer. Gegen 12 Uhr war der Einsatz beendet. Im Terminal B konnte der Flughafenbetrieb wieder aufgenommen werden.
Trotz der Räumung kam es nach Angaben der Bundespolizei und eines Flughafensprechers weder zu Ausfällen noch zu nennenswerten Verspätungen im Flugverkehr. Vor dem Terminal stauten sich zeitweilig Autos, und im Flughafen mussten die Passagiere längere Laufwege zurücklegen. Ansonsten habe es keine Beeinträchtigungen gegeben, so die Bundespolizei. Dass das Gepäckstück als besonders gefährlich eingestuft wurde, weil am Vormittag eine Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin vom Terminal B nach Tel Aviv starten sollte, wies ein Sprecher der Bundespolizei zurück. Wie mit herrenlosem Gepäckstück umgegangen werde, sei immer gleich. "Für Flüge nach Israel gilt natürlich eine besondere Sicherheitsstufe", sagte Flughafensprecher Lars Wagner. Die angespannte Lage im Nahen Osten erfordere zurzeit noch größere Aufmerksamkeit in Sicherheitsfragen. Es sei jedoch völlig verfehlt davon zu sprechen, man habe am Donnerstagvormittag einen Anschlag in diesem Zusammenhang vermutet. Die Maschine nach Tel Aviv konnte mit geringer Verspätung abheben. Der Besitzer der Laptoptasche konnte bislang nicht ermittelt werden.
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