Kirche

Evangelischer Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg

Der Evangelische Kirchentag soll 2017 in Berlin stattfinden.

Dies teilte die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), am Montag mit. Nach Angaben von Göring-Eckardt haben das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages und der Rat der EKD beschlossen, dass das Protestantentreffen im Jahr des 500. Jubiläums von Martin Luthers Thesenanschlag (1517) "in Berlin und Wittenberg" abgehalten wird. Der fünftägige Kirchentag selbst solle in der Hauptstadt stattfinden, wohingegen der sonntägliche Abschlussgottesdienst, der wegen des Reformationsgedenkens "deutlich größer" als üblich ausfallen werde, "auf den Wiesen vor Wittenberg" an der Elbe in Sachsen-Anhalt gefeiert werden soll.

Anders als eine Zeit lang diskutiert, soll das Treffen im Jahr des Reformationsjubiläums kein Ökumenischer Kirchentag werden. Dies würde, so Göring-Eckardt, in dem symbolträchtigen Jahr 2017 sowohl für die evangelische als auch die katholische Seite "eher eine Überforderung als eine Bereicherung" bedeuten. Einen Ökumenischen Kirchentag, der bislang zwei Mal stattfand, nämlich 2003 und 2010, könne es möglicherweise 2019 an einem anderen Ort geben.

Beim Protestantentreffen 2017 wolle man aber einen "starken ökumenischen Akzent setzen", sagte Göring-Eckardt. "Wir wollen das Jahr 2017 nicht allein als Protestanten feiern."