Der rot-rote Senat habe kein Konzept gegen die Brandserie, zudem sei zu wenig Polizei auf der Straße, kritisiert der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Robbin Juhnke.

In diesem Jahr registrierte die Berliner Polizei bereits 73 Fälle von politisch motivierten Brandanschlägen, bei denen 92 Fahrzeuge direkt angezündet wurden. 67 weitere Wagen, die etwa in der Nähe parkten, wurden mitbeschädigt. Die Polizei vermutet einen Teil der Täter in der linksextremen Szene. Die Brandstifter sind nur schwer zu fassen, weil die Wagen in Sekundenschnelle angezündet werden. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte den verstärkten Nacht-Einsatz von Polizisten angekündigt.

Die Ermittler konnten seit Jahresbeginn drei Verdächtige fassen. Zwei mutmaßliche Täter sitzen in Untersuchungshaft, bei einem dritten erhärtete sich der dringende Verdacht nicht.

Erst am Wochenende hat die Berliner Staatsanwaltschaft 10 000 Euro Belohnung für Hinweise auf Auto-Brandstifter in Lichtenberg ausgesetzt. Am vergangenen Montag (13. Juni) hatten Unbekannte gleich mehrere Wagen auf dem Gelände eines Autohauses angezündet. Die Flammen in der Straße Alt-Friedrichsfelde griffen auf weitere Autos über, sodass insgesamt zehn Fahrzeuge durch Feuer und Hitzeeinwirkung beschädigt wurden.

dpa