Tempelhof-Schöneberg
Drei zerstörte Stolpersteine werden neu verlegt
Die drei Stolpersteine für die jüdische Familie Traub in der Gleditschstraße 55, die kurz nach ihrer Verlegung Ende Oktober durch Hiebe schwer beschädigt wurden, werden neu verlegt. Veranlasst hat dies der Schöneberger Kulturarbeitskreis, der damit deutlich machen will, dass rechtsmotivierte Gewalt - in diesem Fall gegen Gedenksteine - nicht hingenommen wird. Die zerstörten Steine waren von einem früheren Bewohner des Hauses initiiert und finanziert worden. Die neue Verlegung ist am 1. Dezember um 14.30 Uhr. bsm
Reinickendorf
Agentur für Elektromobilität kommt nicht in den Bezirk
Wirtschaftsstadtrat Martin Lambert (CDU) ist enttäuscht über die Entscheidung der Senatswirtschaftsverwaltung, die neu gegründete Agentur für Elektromobilität nicht auf dem Flughafengelände Tegel anzusiedeln. "Das ist ein schwerer Schlag gegen eine nachhaltige und zukunftsträchtige Nutzung des Flughafenareals", sagt Lambert. Die Agentur wird am Standort der Berlin-Partner GmbH im Ludwig-Erhard-Haus in Charlottenburg angesiedelt. Für die Entscheidung zeigt Lambert zwar Verständnis. Er habe sich aber für Tegel "eine mutigere und zukunftszugewandte Entscheidung" seitens des Wirtschaftssenators Harald Wolf (Linke) gewünscht. ag
Treptow-Köpenick
Zustand der Erpe soll bis zum Jahr 2015 verbessert werden
Köpenick - Die Senatsumweltverwaltung will den Zustand der Erpe bis 2015 verbessern. Dem kleinen Fluss fehle die biologische Vielfalt, er werde durch Einleitungen aus dem Klärwerk Münchehofe belastet, teilte die Landesbehörde mit. Sie arbeitet gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt und Gesundheit Brandenburg ein Konzept zur ökologischen Umgestaltung des Gewässers aus. Einzelheiten werden beim Informationsforum am 30. November, 18 Uhr, im Filmtheater Union, Bölschestraße 69 in Friedrichshagen, vorgestellt. Erste Maßnahmen beginnen im kommenden Jahr. saf
Mitte
Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten auf der Mollstraße
Von Mittwoch an bis 8. Dezember wird die Fahrbahn auf der Mollstraße zwischen Keibelstraße und Otto-Braun-Straße saniert. Die beiden äußeren Spuren in Fahrtrichtung Otto-Braun-Straße werden deshalb für den Verkehr gesperrt. Während der Bauarbeiten sei mit Staus zu rechnen, heißt es aus dem Straßen- und Grünflächenamt Mitte. Es empfiehlt, den Abschnitt weiträumig zu umfahren. Hinweistafeln seien aufgestellt. saf
Bürgermeister sieht Aktion "Mütter für Mütter" bedroht
Für die Integration der in Moabit West lebenden Migrantenfamilien engagieren sich 20 Frauen unterschiedlicher Nationalitäten. Sie kümmern sich um Gesundheitsfragen, behördliche Dinge und alltägliche Probleme. Bürgermeister Christian Hanke (SPD): "Jährlich werden 500 Familien betreut." Er sieht aber die Gefahr, dass wegen Kürzungen der Städtebaufördermittel durch den Bund dieses und andere Projekte aus dem Programm "Soziale Stadt" wegfallen könnten. rg
Spandau
Sekundarschule erhält einen neuen Namen
Die Schulanlage an der Jaczostraße wird vom 2. Dezember an den Namen "Schule an der Haveldüne" führen. Sie ist die erste der neuen Sekundarschulen im Bezirk, die einen eigenen Namen bekommt, und entstand aus dem Zusammenschluss der Gottlieb-Daimler- und der Wilhelm-Maybach-Oberschule. Nach der Namensgebung eröffnet Bildungsstadtrat Gerhard Hanke einen neuen Mensa- und Küchenbereich. ag
Friedrichshain-Kreuzberg
Bezirk prämiert Ideen für Admiralbrücke
Kreuzberg - Fünf Ideen, wie man die Konflikte auf der Admiralbrücke entschärfen kann, sind im Rathaus Kreuzberg mit jeweils 100 Euro prämiert worden. Vorgeschlagen wurde zum Beispiel, einen Schallpegelmesser zu installieren, am Abend die Zeit ansagen zu lassen oder die Brücke zu bepflanzen. saf
Marzahn-Hellersdorf
1500 Fotos zeigen persönliche Sichten auf Plattenbausiedlung
Der Fotowettbewerb "Wir sehen uns in Hellersdorf" hat mehr als 80 Einwohner der Plattenbausiedlung zum Mitmachen motiviert. Mehr als 1500 Fotos, die eine ganz eigene Sicht auf das Lebensumfeld in Hellersdorf bieten, wurden eingereicht. Die Jury vom Quartiermanagement hat daraus zwölf Motive für einen Postkartenkalender ausgewählt und eine Schau aller Fotos zusammengestellt. Sie wird am 3. Dezember um 15 Uhr an der Janusz-Korczak-Straße 19 eröffnet. rg
Charlottenburg-Wilmersdorf
Fünf Robinien werden auf Hohenzollerndamm gefällt
Am Mittwoch, 1. Dezember, werden auf dem Mittelstreifen des Hohenzollerndamms vor den Häusern mit den Nummern 3, 8, 208 und 208a fünf Robinien gefällt. Aufgrund gravierender Wurzel- und Stammfäule sei die Standsicherheit der Bäume gefährdet, teilt das Grünflächenamt mit. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben, sodass eine Fällung notwendig werde. bsm
Lichtenberg
Neues Museumsbuch herausgegeben
Ein neues Buch zur Regionalgeschichte ist vom Museum Lichtenberg und seiner Leiterin Christine Steer herausgegeben worden. Es heißt "Rummelsburg mit der Victoriastadt" und ist die erste Gesamtdarstellung dieses Stadtteils. Bauwerke wie ein Kolonistenhaus aus friderizianischer Zeit, Schlackebetonhäuser aus der Gründerzeit dieses einstigen Arbeiterviertels, ein Schrotkugelturm, eine Schule von Max Taut und das preußische Arbeitshaus und spätere Gefängnis Rummelsburg passieren Revue. Neue Kieze werden vorgestellt. Erinnert wird auch an Heinrich Zille und Queen Victoria. Das reich bebilderte Buch (14,95 Euro) wird am Donnerstag um 11 Uhr im Museum an der Türrschmidtstraße 24 präsentiert. rg
Steglitz-Zehlendorf
Geschichte vom Friedhof Bergstraße aufgearbeitet
Der Friedhof an der Bergstraße hat selbst für alteingesessene Steglitzer noch Überraschendes: so zum Beispiel, dass das Gelände früher unter dem Namen "Rauhe Berge" bekannt war und Otto Lilienthal dort seine ersten Flugversuche unternommen hat. Die Geschichte des Friedhofs wurde jetzt von den Heimatforschern Wolfgang Holtz und Christian Simon in Zusammenarbeit mit mehreren Autoren aufgearbeitet. Sie ist in dem Buch "Gräber und gelebtes Leben" (AVI Arzneimittel-Verlags GmbH, 13,50 Euro) erschienen, das am Sonnabend, 4. Dezember, 11 Uhr, im Wasserturm auf dem Friedhof Bergstraße vorgestellt wird. In dem Buch ist die Geschichte von etwa 130 Persönlichkeiten nachzulesen, die auf dem Friedhof begraben sind. kla
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bsm

