UNESCO-Welterbe

Sanierung in Hufeisensiedlung Britz gestartet

In der Britzer Hufeisensiedlung haben in dieser Woche die Arbeiten zur Umgestaltung der öffentlichen Gartendenkmale begonnen. Nach Angaben des Bezirksamts Neukölln befinden sich die Außenanlagen in einem "desolaten Zustand".

Der erste Bauabschnitt zur schrittweisen Aufwertung der Unesco-Welterbestätte umfasse die Sanierung des Hufeisenteiches und der ihn umgebenden Grünanlagen. Ziel sei es, das markante Gewässer annähernd in seine Ursprungsform zu bringen und einen konstanten Wasserspiegel zu halten. Dazu würden die alte undichte Folie entfernt und Ufergehölze verlagert.

Das gesamte Ufer wird mit Stauden bepflanzt, der Teich erhält eine neue Dichtung und soll von einem neuen Brunnen mit zeitgemäßer Wassertechnik gespeist werden. Wie das Bezirksamt jetzt mitteilte, werden diese Arbeiten zur Wahrung der fachlichen Aspekte des Naturschutzes vor Ort von einem Amphibienexperten begleitet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte im August die angekündigte Sanierung der Außenanlagen stark kritisiert. Es würden ökologisch intakte Grünanlagen zerstört und im Anschluss daran mit hohem finanziellen Aufwand wieder eins zu eins aufgebaut, so die Umweltorganisation in einem Schreiben an die Deutsche Unesco-Kommission.

Die Pläne sehen weiter vor, entlang der Treppen und auf dem Platz am Teich Geländer nach historischem Vorbild anzubringen und zum Rasen hin eine niedrige Berberitzen-Hecke zu pflanzen. Neue Sitzbänke sollen aufgestellt werden. Später soll die Sanierung der großen Treppenanlage erfolgen. Sie ist derzeit großteils gesperrt.

Die Hufeisensiedlung entstand von 1925 bis 1933 nach Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner. Sie war 2008 zusammen mit fünf weiteren "Siedlungen der Berliner Moderne" in die Unesco-Liste des Welterbes aufgenommen worden. Ihre bauliche Sanierung wird im Rahmen des Konjunkturpakets II vom Bund und Land Berlin gefördert. So sollen insgesamt 12,6 Millionen Euro in die Hufeisensiedlung fließen.

( rg )