Askania Awards

Wie eine Alice im Film-Wunderland

Ines Nurkovic

Die Zeiger waren poliert, die Uhren tickten. Im Festsaal der Berliner Uhrenmanufaktur Askania war es am Dienstagabend wieder an der Zeit, zwei Filmpreise zu verleihen.

Natalia Wörner (43) und Jungschauspielerin Paula Kalenberg (24) wurden mit dem Film Award und dem Shooting Star Award gewürdigt. Und traten so in die Fußstapfen von Artur Brauner (92), Nadja Tiller (81) und Walter Giller (83), Sönke Wortmann (51) und David Kross (20). "Es gibt mir Mut und Kraft, weiterzumachen", sagte die 24-jährige Kalenberg über die Ehrung. "Als Jungschauspieler hat man nämlich oft das Gefühl, austauschbar zu sein." Kalenberg hat schon in mehr als 20 Filmen mitgespielt, "Die Wolke" hatte ihren gestrigen Laudator und Förderer Marco Kreuzpainter (33) auf sie aufmerksam gemacht: Nicht umsonst habe er sie in seinem Film "Krabat" besetzt, sagte der Regisseur. "Die Preisträgerin verzaubert wie eine kleine Alice im Wunderland. Mit ihrem außergewöhnlichen schauspielerischen Talent, ihrer Neugier und Unaufgeregtheit."

Natalia Wörner sagte, für sie bedeute die Ehrung, ein Stück mehr in Berlin anzukommen, obwohl sie schon seit zehn Jahren hier lebe. "Die Stadt finde ich wunderbar, aber ich verstehe die Menschen nicht, die hierher ziehen und schnell meinen, sich wie ein Berliner zu fühlen." Ein kleines Loblied auf Wörner hielt ein waschechter Berliner: Der ihr seit 20 Jahren eng vertraute Starfotograf Jim Rakete (60), der lieber "hinter dem Blitzlicht steht als davor". So war es denn auch an diesem Abend - und die Preisträgerinnen standen im Mittelpunkt.