Umfrage des Tierschutzvereins

Arkenberge in Pankow ist das beliebteste Hundeauslaufgebiet

Berlins Hundebesitzer haben ihre Wahl getroffen: Sie kürten das Hundeauslaufgebiet Arkenberge - 40 Hektar groß - zum besten und beliebtesten der Stadt. Es befindet sich nordöstlich von Blankenfelde im Bezirk Pankow an der Schildower Straße nahe der kleinen Siedlung Möllersfelde.

Sein Spitzenplatz ist das Ergebnis einer Internetumfrage des Tierschutzvereins Berlin (TVB) mit dem Stadtportal townster.de. Hundebesitzer konnten vier Wochen lang alle 32 Hundeauslaufgebiete der Stadt kritisch unter die Lupe nehmen und Sterne verteilen. Bewertet wurden Kriterien wie Sauberkeit, Möglichkeiten zum Spielen und Herumtoben für die Vierbeiner, Kontaktaufnahmen, Platzgröße und -gestaltung, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Knapp hinter Arkenberge belegte das Auslaufgebiet Hakenfelde an der Schönwalder Straße in Spandau den zweiten Platz vor dem Hundeterrain im Grunewald. TVB-Geschäftsführer Marcel Gäding zeigt sich aber überrascht: "Nur zwölf der 32 Auslaufgebiete wurden als gut oder akzeptabel eingeschätzt." Nachholbedarf gebe es immerhin auf 20 Plätzen. Am schlechtesten bewertet wurden die Auslaufgebiete Pablo-Picasso-Straße (Hohenschönhausen), Volkspark Hasenheide (Neukölln) und Humboldthain (Gesundbrunnen).

Für Arkenberge gab es viele Lobeshymnen: Ein Paradies für Hunde hieß es, abwechslungsreich, nicht überlaufen, echt super, großzügig angelegt, Natur pur, etwas abgelegen, aber eine Reise wert, sogar Papierkörbe gibt es. Eine Frau schrieb: "Wer mit seinem Tier etwas erleben möchte, kann sich mit ihm auf dem Hundeklettergerüst, den Hürden oder in den Tunneln beschäftigen." Viele Hundefreunde mailten: "Toll, die Vierbeiner können sogar im Wasser planschen und spielen." Und Erna Meier freute sich besonders, dass es "hier keine durchgeknallten Hunde gibt, sondern gut sozialisierte". Ganz wichtiger Pluspunkt: Das Auslaufgebiet ist mit der Buslinie 107 bis Kleingartenanlage Arkenberge oder mit der Linie 251 bis KGA Lindenhof und von dort noch etwa zehn Minuten zu Fuß gut zu erreichen, mit dem Auto über Schönerlinder Straße und Möllersfelder Weg.

Für den ersten Platz soll das Bezirksamt Pankow eine Urkunde erhalten, kündigt Gäding an. Das zweitplazierte Auslaufgebiet im Spandauer Stadtwald lasse auch kaum Wünsche offen. "Verschiedene Routen, viele umgefallene Bäume zum Rumklettern", heißt es in einer der Bewertungen. Das Auslaufgebiet Grunewald mit seinen vielen Wegen sei auf dem dritten Platz gelandet, so Gäding, obwohl es dort öfter Konflikte mit Joggern gegeben habe. Sehr kritisch bewertet wurde das Auslaufgebiet Pablo-Picasso-Straße in Hohenschönhausen. So sei es weder zur Straße noch zur Bahnstrecke hin abgesichert.

Für TVB-Präsident Wolfgang Apel ist klar: "In den 20 Gebieten mit Nachholbedarf muss schnell etwas passieren." Der Tierschutzverein werde den Bezirken und Forstämtern die Ergebnisse seiner Umfrage präsentieren und um Abhilfe bitten. Gleichzeitig wolle der Verein seine Forderung an den Senat erneuern, zusätzliche Auslaufflächen für Hunde in Berlin zu schaffen. Nur so würden Konflikte in den stark genutzten innerstädtischen Grünanlagen verhindert, sagte Apel.