Nikotinsucht 28 Jahre lang rauchte Jan Sosniok regelmäßig Zigaretten. Seit Januar dieses Jahres hat der Fernsehschauspieler diese schlechte Angewohnheit durch eine wesentlich gesündere ersetzt: das Laufen. Als der 42-Jährige den Glimmstängeln abschwor, setzte er sich ein ehrgeiziges Ziel: "Ich nahm mir vor, am Berlin-Marathon teilzunehmen - acht Monate schienen mir als Vorbereitungszeit ideal." Die Teilnahme am 37. Berlin-Marathon ist für Sosniok die endgültige Bestätigung, dass er den Nikotinentzug geschafft hat. "Ich hatte mit 14 Jahren angefangen zu rauchen", erzählt er. "Zum Schluss waren es zwei Schachteln an drei Tagen." Der Gedanke, mit dem Rauchen aufzuhören, sei ihm erstmals nach der Geburt seines Sohnes Jonas 1998 gekommen. "Leider habe ich zwölf Jahre länger dafür gebraucht, als ich damals dachte."
Unruhe Erst durch eine Hypnose-Therapie schaffte es der Schauspieler, mit dem Rauchen aufzuhören. Allerdings verspürte er danach eine große Unruhe: "Ich habe mich gefühlt wie ein Tiger im Käfig, wusste nicht, wohin mit mir." Schon bald fasste er den Entschluss, das Gefühl durch Sport zu kompensieren. Das Laufen lag dabei nahe: "Als Hobby habe ich damit angefangen, als ich 28 Jahre alt war."
Ziel Warum das Ziel, am Berlin-Marathon teilzunehmen? "Ich dachte mir: Wenn ich das mit dem Laufen jetzt ernster angehe, kann ich's auch gleich richtig machen." Beim zweiten Berliner Stadtlauf im August legte Sosniok die Halbmarathon-Strecke von 21 Kilometern in knapp unter zwei Stunden zurück. Für den Berlin-Marathon hofft er auf eine ähnlich gute Leistung: "Mein erstes Ziel ist natürlich, überhaupt durchzuhalten. Wenn ich es dann auch noch in unter vier Stunden ins Ziel schaffe, wäre das für mich ein Riesentriumph."
jw

