Bei 90 Stelen stimmt die Höhe nicht

Die Planung für das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals muss in Teilen überarbeitet und verändert werden, um den geplanten Effekt der Wellenbewegung auf dem 19 000 Quadratmeter großen Mahnmalgelände südlich des Brandenburger Tores zwischen Behrenstraße und Ministergärten zu erreichen.

Bei 90 der insgesamt 2751 Betonstelen stimmen die Höhen nicht. Dies habe der Architekt des Holocaust-Mahnmals, der US-Amerikaner Peter Eisenman, im Herbst vergangenen Jahres festgestellt, nachdem die ersten Stelen montiert worden waren, sagte der Planungschef für den Bau des Mahnmals, Günter Schlusche. Es handele sich aber nur um eine Planungsänderung, denn die betroffenen 90 Stelen seien noch nicht aufgestellt und produziert worden. Schlusche betonte, dass es sich nicht etwa um eine Fehlplanung handele, sondern eine "geringfügige Anpassung zur Optimierung der angestrebten Wellenbewegung". Die Stelen müssten zum Teil erhöht beziehungsweise reduziert werden. Es sei sehr schwer, den künstlerischen Effekt am Computer vorauszuberechnen. Insofern sei die Planungsänderung nicht außergewöhnlich. Die Änderung der Pläne schlägt aber dennoch mit immerhin 38 000 Euro zu Buche.

Nach Angaben des Chefplaners könne der Kostenrahmen von 27,6 Millionen Euro für den Bau des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas aber gehalten werden. Der Betrag für die Planungsänderung sei vergleichsweise gering und werde an anderer Stelle des Baus eingespart. Auch der Zeitplan werde gehalten.

Danach soll das Stelenfeld Ende dieses Jahres fertig gestellt werden und das Mahnmal mit dem Ort der Information am 8. Mai 2005 eröffnet werden. Derzeit stehen Schlusche zufolge bereits 400 Stelen. Witterungsbedingt sei die Montage momentan allerdings eingestellt.