Heute hat sie Geburtstag, die "Schwangere Auster". Der einst als Kongresshalle errichtete Multifunktionsbau ist auch nach einem halben Jahrhundert noch immer ein modern, ja nahezu futuristisch wirkender Blickfang mitten im Tiergarten. Am 19. September 1957 wurde er als US-amerikanischer Beitrag - als Geschenk Amerikas an West-Berlin - zur Internationalen Bauausstellung eröffnet. Nach Plänen von Hugh A. Stubbins unter Mitwirkung von Werner Düttmann und Franz Mocken entstand ein technisch revolutionärer und künstlerisch anspruchsvoller Bau mit einem 92 mal 96 Meter messenden Sockelgeschoss und ausschwingender Dachkonstruktion. 1980 stürzte das Dach teilweise ein, weil der Stahlkern des Dachbogens durchgerostet war. Bis zur 750-Jahr-Feier 1987 wurde der für Berlin symbolträchtige Bau wiederhergestellt.
Seit 1989 wird das Gebäude als "Haus der Kulturen der Welt" für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Nach einer einjährigen Umbauphase wurde die "Auster" am 21. August 2007 mit einem Festakt wieder eröffnet. Der Bund, der die Arbeit des Hauses unweit des Kanzleramtes mit jährlich 3,2 Millionen Euro fördert, hat auch die Baukosten von 8,8 Millionen Euro getragen. Seit dem 23. August dürfen die Berliner das Haus wieder betreten. Programm unter:
www.hkw.de


