Vorangegangen waren umfangreiche Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen Verdachts des illegalen Handels mit Amphetaminen sowie wegen Körperverletzung, Nötigung, Betrugs und Unterschlagung. Zudem ging es um Schwarzarbeit.

Mehr als 100 Ermittler und Bereitschaftspolizisten waren gegen 22.15 Uhr an der Joachimsthaler Straße vorgefahren, um das "Q-Dorf" zu kontrollieren. Ziel dieser Kontrollen waren nicht die Gäste der populären Diskothek, sondern deren Mitarbeiter.

Zur gleichen Zeit durchsuchte die Polizei im Zusammenhang mit den Ermittlungen fünf Wohnungen in Berlin und drei in Brandenburg. Wie die Polizei weiter berichtet, wurden in fünf Objekten Anabolika, Hieb- und Stichwaffen sowie weitere Beweismittel für das Zollverfahren sichergestellt. Die Auswertung des beschlagnahmten Materials dauert an.

Ein 36-jähriger Türsteher, der als Hauptverdächtiger gilt, und ein 29-jähriger Komplize wurden vorläufig festgenommen. Sie wurden nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt.

In Berlin herrscht seit geraumer Zeit ein Kampf um die Vorherrschaft an den Türen der beliebten Diskotheken und Nachtklubs. "Wer die Tür hat, kann in dem Lokal bestimmen, was dort geschieht", sagte ein Ermittler. "Dadurch hat man nicht nur Einfluss darauf, welche Personengruppen sich dort aufhalten, sondern man kann auch mit Drogen handeln, ohne kontrolliert zu werden."

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