BVG-Zentrale zieht in die Trias-Tower

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ziehen um. Ab August 2008 wird sich die neue Zentrale in den Trias-Towern in der Holzmarktstraße nähe Jannowitzbrücke befinden.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ziehen um. Ab August 2008 wird sich die neue Zentrale in den Trias-Towern in der Holzmarktstraße nähe Jannowitzbrücke befinden. Die beiden Standorte an der Potsdamer Straße in Schöneberg, wo sich heute noch die Zentrale befindet, und an der Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte wurden verkauft. Das teilte die BVG gestern mit. Von dem Umzugsbeschluss sind 1800 Mitarbeiter betroffen.

Zu den Details des Verkaufs wollte sich die BVG nicht äußern. Nach Informationen dieser Zeitung soll es sich um etwa 36 Millionen Euro handeln, die das Investorenkonsortium Colonia Real Estate AG und Strategic Value Partners bezahlt hat. Mit den Einnahmen will die BVG ihre Schuldenlast senken und eine jährliche Zinslast von einer Million Euro sparen.

Allerdings muss die BVG bis zum Umzug im August 2008 die Miete für die nun verkauften, aber noch genutzten Büros am Kleistpark und in der Rosa-Luxemburg-Straße bezahlen.

Wenn der Verkauf endgültig vollzogen ist, will die BVG die gläsernen, dreizehngeschossigen Trias-Gebäude direkt an der S-Bahn-Trasse zwischen Jannowitzbrücke und Ostbahnhof mit Blick auf die Spree anmieten. Der Mietvertrag läuft dann bis 2040. Wie hoch die Miete sein wird, wollte die BVG nicht mitteilen. Insgesamt aber rechne sich der Umzug.

Für den FDP-Abgeordneten Sebastian Czaja stellen sich allerdings noch viele Fragen. Er sagte: "Das Verfahren ist völlig intransparent und muss vom zuständigen Ausschuss nachgearbeitet werden." Für Czaja ist nicht nachvollziehbar, wieso die BVG, die sich schon früh auf den Standort Trias-Tower festgelegt hatte, andere Angebote fallen ließ. So gehörte zu den 22 Angeboten auch ein Umzug in die ehemalige Kindl-Brauerei, für die sich Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) stark gemacht hatte. Dagegen sprach allerdings aus Sicht der BVG, dass es dort keine Möglichkeiten für eine große Kantine gab. Auch eine andere Alternative kam nicht zum Zug. Eine private Immobiliengesellschaft hatte der BVG angeboten, die beiden jetzigen Standorte zu kaufen und die fällige Sanierung zu übernehmen. Das Verkehrsunternehmen sollte dann als langfristiger Mieter dort bleiben. Aus der BVG verlautete, das Unternehmen habe keinem langfristigen Mietvertrag vorgelegt. In der Senatsfinanzverwaltung wurde der Anbieter zudem als unseriös bewertet.