Ahmadiyya-Jugend: Schweinefleisch macht schwul

In einem Jugendmagazin der Ahmadiyya-Gemeinde, die unter Protesten von Anwohnern in Heinersdorf eine Moschee bauen will, wird der Verdacht geäußert, dass es einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und dem Verzehr von Schweinefleisch gibt.

In einem Jugendmagazin der Ahmadiyya-Gemeinde, die unter Protesten von Anwohnern in Heinersdorf eine Moschee bauen will, wird der Verdacht geäußert, dass es einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und dem Verzehr von Schweinefleisch gibt.

Im Jugend-Journal der Jamaat, dem Jugendmagazin der Bildungsabteilung, Ausgabe 26, heißt es: "Der Mensch ist, was er isst. Auch lässt sich dieser Aphorismus beziehen auf die Auswirkungen von Schweinefleischverzehr auf das menschliche Moralverhalten, denn ein schamloses Tier wie das Schwein prägt oder unterstützt die Ausprägung gewisser Verhaltensweisen des Konsumenten (...) Unser geliebter vierter Khalifa, Hazrat Mirza Tahir Ahmad (...) äußerte in dem Zusammenhang, dass er den zunehmenden Hang zur Homosexualität mit dem Schweinefleischverzehr in unserer Gesellschaft in Verbindung setzt."

Der Lesben- und Schwulenverband kritisiert diese Äußerung. Sein Sprecher Alexander Zinn sagte: "Homosexualität wird in vielen Religionen als dekadent, krank oder sündhaft betrachtet. Gefährlich wird es, wenn religiöse Fanatiker das für Propaganda gegen Schwule und Lesben nutzen."

Islamische Fundamentalisten, so Zinn, würden verstärkt gegen Homosexuelle hetzen. Das beginne bei der Gleichsetzung mit Schweinen und reiche sogar bis zu Mordaufrufen. "Gefährlich wird es, wenn Jugendliche mit solchen Weltbildern erzogen werden", sagte Zinn.

ali