Im berüchtigten Weitlingkiez im Berliner Bezirk Lichtenberg hat es Freitagnacht offenbar erneut einen Angriff von Rechtsextremen auf einen Döner-Imbiss gegeben.
Im berüchtigten Weitlingkiez im Berliner Bezirk Lichtenberg hat es Freitagnacht offenbar erneut einen Angriff von Rechtsextremen auf einen Döner-Imbiss gegeben. Bei der anschließenden gewalttätigen Auseinandersetzung mit dem Imbissbesitzer und dessen Bruder wurden die beiden Männer im Alter von 20 und 38 Jahren am Kopf verletzt, teilte die Polizei mit.
Die beiden Männer und ein Zeuge sagten laut Polizei hingegen aus, die Imbissbetreiber hätten die Schlägerei begonnen. Da dem Geschehen offenbar ein ausländerfeindlicher Hintergrund anhaftet, ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.
Im Weitlingkiez wurde im Frühsommer auch der Linkspartei-Politiker Giyasettin Sayan niedergeschlagen und verletzt. Die Gegend rund um den S-Bahnhof Lichtenberg gilt als eine Hochburg der Berliner Neonazi-Szene. Immer wieder kommt es dort zu Überfällen, unter anderem auch auf Döner-Imbisse. Nach Darstellung des Besitzers des Imbisses sollen die Männer um Mitternacht an der Tür seiner Bude gerüttelt haben. Er sei von den beiden glatzköpfigen Männern angegriffen worden, worauf sein 37-jähriger Bruder ihm zu Hilfe eilte und beide mit einem Vierkantholz schlug. Im Polizeigewahrsam wurde festgestellt, dass der 38-Jährige eine Stichwunde im Oberkörper hat, die er im Krankenhaus nicht erwähnt hatte. dpa