Der Augsburger Konzern hatte mit dem Land und dem Bund, der die Komplettsanierung der Arena bezahlt, im Jahr 2000 einen Festpreis von 195 Millionen Euro plus einem Darlehen von 46 Millionen Euro für die Nutzung des Stadions ausgehandelt. Die Mehrkosten fielen an, weil aus den Tribünenstufen der Krebs erregende Stoff PCB entfernt werden musste. Diese Belastung war erst nach der ursprünglichen Kalkulation des Baupreises festgestellt worden.

Außerdem war der neue Rasen Anfang 2003 derart von Pilzen und Würmern befallen, dass er für 100.000 Euro erneuert werden musste, um den Spielbetrieb von Hertha BSC zu sichern. Die Ursache ist nach Darstellung des Senats unklar, eventuell sei der Schaden auf unsachgemäßen Einsatz der Rasenheizung zurückzuführen.

Der Bund weigerte sich jedoch ebenso wie Walter Bau, die zusätzlichen Kosten zu tragen. Um den Termin zur Fertigstellung des Stadions nicht zu gefährden, streckte Berlin das Geld vor. Denn die Bundes-Millionen waren schon fast komplett ausgegeben. Die Klage gegen Walter Bau endete in erster Instanz mit einem Erfolg Berlins. Walter Bau ging aber in die Berufung. Das Kammergericht entscheidet voraussichtlich 2004, wer die 6,45 Millionen Euro bezahlen muss.

jof