Nicht, dass Berlin nicht schon vor dem Sauerland-Umzug ein permanentes Faustkämpfer-Camp gewesen wäre. Man denke nur an die Politik. Seit Jahren wird da keine Gelegenheit ausgelassen, dem ohnehin angeschlagenen Kontrahenten in bester Kirmesboxer-Manier noch ordentlich einen mitzugeben. Gerade erst zuckte das Publikum bei den bösen Kopfstößen gegen den bei einem Länderkampf in Mexiko durch unkonventionelle Verbal-Haken aufgefallenen Ranglistenersten Klaus Wowereit, Kampfname "der Regierende". Was die in Punch und Nehmerqualitäten erfahrenen Berliner Polit-Kämpen in der rot-roten, gelben, grünen und schwarzen Ecke aber von Star-Trainer Wegner lernen können, sind ein paar grundlegende Regeln. Zum Beispiel, dass zwei rote Ecken in einem Kampf eher verwirren. Oder dass die eigene Ecke in der Rundenpause aufmuntern und pflegen und nicht auch noch draufhauen soll. Dafür gibt's nämlich den Gegner. Ring frei zur nächsten Runde.