Gute Schüler studieren kürzer

Christa Beckmann

In Berlin fehlt ein Konzept zur Förderung von hoch begabten Kindern. Dennoch haben einzelne Schulen mittlerweile eigene Förderprogramme entwickelt, weil sie den Bedarf erkannt haben.

Zurzeit gibt es elf Grundschulen aus nahezu allen Bezirken, die diese Kinder schon fördern oder eine Förderung aufbauen wollen. Zwei davon stellen wir auf dieser Seite vor.

Auch einige Gymnasien werden aktiv. So unterstützen die Herder-Oberschule in Charlottenburg sowie die Andreas-Oberschule und die Heinrich-Hertz-Oberschule in Friedrichshain mathematisch-naturwissenschaftlich begabte Schüler. Dazu haben die Schulen einen Kooperationsvertrag mit der Humboldt-Universität geschlossen. Unter anderem geben Hochschullehrer und Uni-Mitarbeiter den Schülern Unterricht. Wer gut ist, bekommt dafür beim Mathematik-Studium ein Semester "geschenkt".

Auch außerschulisch gibt es Fördermöglichkeiten. Der Verein "Hochbegabtenförderung" bietet an Wochenenden Veranstaltungen für begabte Kinder ab vier Jahren. Dazu gehören Biologie- und Chemiekurse, die von Studenten geleitet werden und in denen die Kinder experimentell arbeiten können.

Für Ältere gibt es spezielle Computerkurse. Darüber hinaus fördert die mathematische Schülergesellschaft an der Humboldt-Universität einmal pro Woche kleine Mathe-Genies in besonderen Kursen.

Für musisch oder sportlich begabte Schüler gibt es in Berlin schon seit längerem spezielle Schulen mit einem entsprechenden Profil. Informationen dazu unter www.senbjs.berlin.de .