Name: Ford B-Max 1.0 EcoBoost Titanium. Autotyp: Klein-Van, 4,07 Meter lang. Preis: 19.700 Euro. Technik: Dreizylinder-Turbobenziner, 1,0 Liter Hubraum, 100 PS, fünf Gänge, Frontantrieb. Verbrauch: 4,9 Liter auf 100 Kilometer laut Werksangabe, im Alltagstest waren es 6,1 Liter.

Karosserie/Innenraum: Einmal die hinteren Schiebetüren geöffnet, und man ist Gesprächsthema an der Tankstelle – auf beiden Seiten des Autos fehlen die mittleren Türpfosten, von Ingenieuren B-Säulen genannt. Als Vorteil dieser Lösung beschreibt Ford den leichteren Zustieg nach hinten. Das stimmt auch so, aber wenn man seine Kinder im Kindersitz festzuschnallen hat, bringt einen der B-Max nicht weiter: Das einschränkende Element ist nämlich nicht die B-Säule, sondern die Rückenlehne des Fahrersitzes.

Die große Freiheit spüren B-Max-Eltern, wenn sie die Sache von der Beifahrerseite aus in Angriff nehmen. Die Lehne des Beifahrersitzes ist standardmäßig umklappbar und nun kann man sich tatsächlich tief ins Innere beugen und den Nachwuchs bändigen, ohne irgendwo anzustoßen. Die vorgeklappte Lehne des Beifahrersitzes macht den B-Max auch zum Regale-Transporter, da sich die ebene Ladefläche nun auf 2,35 Meter erstreckt. Eben wird der Boden allerdings wie üblich nur durch einen Trick: Um die Kante zwischen umgeklappten Rücksitzen und dem 318 Liter großen Kofferraum zu vermeiden, gibt es hinten einen doppelten Boden, der auf das Niveau der Rückbank eingestellt werden kann und darunter noch eine Art Geheimfach bereithält. Maximal stehen dem Fahrer 1386 Liter Laderaum zur Verfügung.

Für erwachsene Fondpassagiere bietet der B-Max genügend Kopf- und Kniefreiheit, allerdings ist das Bewegen der Schiebetüren von innen mit etwas Kraftaufwand verbunden. Gut: Alle Insassen sitzen im B-Max etwas höher als normal .

Motor: Mit dem Dreizylinder setzt sich Ford an die Spitze der Downsizing-Bewegung. Downsizing bedeutet, die Motoren kleiner und damit sparsamer zu machen, sie aber durch Turbo-Aufladung kräftig zu halten. Zwar gibt es ein ähnliches Mini-Aggregat auch bei VW, es ist mit 0,9 Litern Hubraum sogar noch etwas kleiner als der Einliter-Motor von Ford. Doch mehr als 75 PS für die Kleinstwagenfamilie um den Up haben die Wolfsburger Ingenieure aus ihrem Dreizylinder noch nicht herausgekitzelt, der Ford-Motor fängt dagegen unter 100 PS gar nicht erst an, und eine 125-PS-Variante ist ebenfalls im Angebot. Der Motor läuft etwas knurrig, aber nicht unangenehm, er schiebt fast wie ein Diesel und verbraucht gar nicht so viel mehr .

Fahrwerk/Lenkung: Im täglichen Betrieb gibt sich der Ford, wie man es von einem modernen Kleinwagen erwartet: unkompliziert, agil, nicht zu weich. Wichtig für den Fahreindruck ist auch die Stabilität des Aufbaus auf schlechter Straße: Immerhin fehlen dem B-Max die B-Säulen. Doch ist kein Unterschied zu anderen geschlossenen Autos zu spüren, weil vordere und hintere Türen dort verstärkt wurden, wo sie ineinandergreifen.

Ausstattung: Das Grundmodell heißt Ambiente und ist mit dem 100-PS-Dreizylinder nicht zu haben. Der B-Max Trend (17.700 Euro) bietet zusätzlich zum Basis-Standard (ABS, ESP, Airbags) Bordcomputer, Lederlenkrad, beleuchtetes Handschuhfach, beheizbare Außenspiegel. Die 2000 Euro teurere Titanium-Version hat außerdem Klimaanlage, schlüsselfreies Starten, Tempomat, Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer und Leichtmetallräder zu bieten. Ein CD-Radio kostet grundsätzlich Aufpreis und ist nur im Paket mit Klimaautomatik, Navigation oder elektronischem Unfallnotrufsystem zu haben.

Urteil: Motor großartig, Raumkonzept schön, Türen gewöhnungsbedürftig, Design und Fahrwerk gut, Ausstattung könnte großzügiger sein.