US-Wahlkampf

Nach Trump-Erfolg: Diese US-Promis wollen auswandern

Sind die USA bald um einige Promis ärmer? Einige Stars haben angekündigt, die USA zu verlassen, wenn Donald Trump neuer Präsident wird.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Berlin.  Viele US-Amerikaner empfinden den Wahlsieg von Donald Trump als große Enttäuschung, als Grund zur Sorge. Der neue US-Präsident ist für einige gar der Grund für Fluchtpläne – zumindest haben nicht wenige US-Promis angekündigt, auswandern zu wollen, wenn die Wahl so ausgeht, wie sie ausgegangen ist. Droht den Vereinigten Staaten nun ein Exodus seiner Stars?

Schon im März äußerte Miley Cyrus (23) ihre großen Sorgen wegen Trump auf Instagram. Sie postete ein Foto von sich, auf dem sie weint – auch als Reaktion auf Fotos bon Rebecca Francis, einer Jägerin, die sich regelmäßig mit erlegten Wildtieren zeigt und die großer Trump-Fan ist. „Wenn das mein Präsident ist, wandere ich aus“, schrieb Cyrus. „Ich sage nichts, was ich nicht so meine.“

Da wäre zum Beispiel auch Bryan Cranston (60), berühmt nicht zuletzt durch seine Paraderolle des Walter White in der TV-Serie „Breaking Bad“. „Ich wäre ein Verbannter. Ich würde definitiv gehen“, sagte Cranston laut einem Bericht der „Los Angeles Times“.

Bryan Cranston will nach Kanada auswandern

Sein Ziel ist auch schon klar: Kanada. Das wäre „kein Urlaub“, so Cranston. Er bete aber zu Gott, dass dies nicht so weit komme. Der Golden-Globe- und Emmy-Preisträger war offenbar mit der Idee nicht alleine. Als sich der Wahlausgang am Mittwoch abzeichnete, brach die Internetseite der kanadischen Einwanderungsbehörde unter dem großen Ansturm zusammen.

Kaum verwunderlich: Denn auf dem Weg nach Kanada könnte Cranston gleich einen ganzen Kleinbus für andere Promis mieten. Zum Beispiel für Lena Dunham (30). „Ich weiß, dass viele schon damit gedroht haben, aber ich werde das wirklich tun“, sagte der Star aus „Girls“. „Ich kenne da einen bezaubernden Platz in Vancouver und könnte auch von dort aus arbeiten“.

Stephen King: „Trump erschreckt mich zu Tode“

Auch für Barbara Streisand (74) und Stephen King (69) scheint Kanada lebenswerter als die USA unter Trump zu sein. Die Schauspielerin machte ihre Sorgen im australischen Fernsehen öffentlich („Ich weiß auch nicht, ich kann es nicht fassen“), der Bestseller-Autor in einem Interview mit der „Washington Post“.

„Trump erschreckt mich zu Tode“, sagte Stephen King – und dieser Mann ist vor allem für seine Horror-Geschichten bekannt.

Zieht Matt Damon nach Deutschland?

Auch Matt Damon (46; „Jason Bourne“) deutete an, bei einem Sieg Trumps umziehen zu wollen: „Vielleicht ziehe ich ja nach Berlin. Lasst ein Licht für mich brennen!“, so Damon kürzlich bei einem Besuch an der Spree.

US-Comedian Amy Schumer (35) zieht es ebenfalls nach Europa. „Ich werde spanisch lernen müssen, denn ich werde nach Spanien ziehen oder sonst wo hin. Es liegt jenseits meiner Vorstellungskraft, dass Trump gewinnen könnte. Das wäre zu verrückt“, sagte sie zu „BBC“.

Whoopi Goldberg schließt Weggang nicht aus

In eine ähnliche Richtung, wenn auch nicht ganz so konkret, äußerte sich auch Whoopi Goldberg (60) im Januar. „Vielleicht ist es an der Zeit, wegzuziehen. Ich könnte mir das leisten“, so der Hollywood-Star, der unter anderem durch den Film „Sister Act“ berühmt wurde.

„Ich war immer Amerikanerin, dies war immer mein Land und wir konnten immer unsere Meinungen vertreten. Aber jetzt dreht sich das plötzlich alles.“

Cher will sogar den Planeten verlassen

Auch der in den USA lebende kanadische Musiker Neil Young (70) würde dem Land bei einem Wahlsieg von Trump den Rücken kehren. „Wenn Donald Trump Präsident der USA wird, werde ich in diesem Land wohl nicht mehr leben“, sagte der in Kalifornien wohnende Sänger und Gitarrist kürzlich dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“.

Den radikalsten Schritt jedoch hat Cher (70) – auch wenn sie ihn wahrscheinlich nicht wahr machen kann. Auf Twitter schrieb die Sängerin: „Wenn er gewählt wird, ziehe auf den Jupiter.“

(W.B./ba)

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