Ausstand

Die Deutsche Bahn wird am Montag bestreikt

Angestellte der Bahn streiken am Montag. Zwischen sechs und acht Uhr werden Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an verschiedenen Standorten bundesweit die Arbeit niederlegen.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Wegen bundesweiter Warnstreiks müssen sich Bahnreisende am Montag auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Zwischen sechs und acht Uhr werden Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an verschiedenen Standorten bundesweit streiken. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Bahn hatte zuletzt Steigerungen von 2,4 zum 1. Mai 2013 und weiteren 2,0 Prozent zum 1. April 2014 angeboten. Außerdem will sie die betriebliche Altersvorsorge erhöhen und eine Einmalzahlung von 400 Euro gewähren. Die Tarifverhandlungen für die 130.000 Bahn-Beschäftigten sollen am Montagnachmittag fortgesetzt werden.

Die Deutsche Bahn hat den für Montag angekündigten bundesweiten Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft als unverhältnismäßig kritisiert. Auf dem Tisch liege ein vernünftiges Angebot mit Einkommenssteigerungen und höherer betrieblicher Altersvorsorge, erklärte das Unternehmen am Sonntag. Darüber sei bislang noch nicht verhandelt worden. Die Tarifverhandlungen für die 130.000 Beschäftigten bei der Deutschen Bahn sollen am Montag in Berlin fortgesetzt werden.

„Stinksauer über das unzulängliche Angebot“

„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer über das unzulängliche Angebot des Arbeitgebers“, begründete die EVG-Vizechefin, Regina Rusch-Ziemba, den geplanten Ausstand. „Unser Protest ist eine deutliche Aufforderung, das vorliegende Angebot ordentlich aufzustocken.“ Die Arbeitsniederlegungen sind EVG-Sprecher Uwe Reitz zufolge für die Morgenstunden zwischen 6.00 und 8.00 Uhr geplant.

Die EVG fordert eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten ein Plus von 2,4 und 2,0 Prozent für die Dauer von 24 Monaten sowie eine höhere betriebliche Altersvorsorge plus Einmalzahlung von 400 Euro angeboten.