SPD-Kanzlerkandidat

Steinbrück verliert seinen Social-Media-Chef Koidl

Er hat noch nicht einmal einen richtigen Vertrag, da wirft er schon hin. Roman Maria Koidl wird den Kanzlerkandidaten nicht beraten.

Der Unternehmer Roman Maria Koidl wird nicht Online-Berater von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Koidl bestätigte am Mittwoch eine entsprechende Meldung der „Bild“-Zeitung. In einer persönlichen Erklärung schrieb Koidl zur Begründung: „Ich kann nicht vertreten, dass falsche und ehrverletzende Berichterstattung gegen mich eingesetzt wird, die darauf abzielt, den Kandidaten Peer Steinbrück zu beschädigen.“

Er wolle als Person nicht Gegenstand der Berichterstattung im Wahlkampf sein. Da die Beratungen über seinen Vertrag noch nicht abgeschlossen seien, ziehe er sein Angebot zurück, das Team Steinbrück zu unterstützen. Er sei der Überzeugung, dass Steinbrück ein „exzellenter Kanzler“ wäre, betonte Koidl zugleich.

Verärgerung in Steinbrücks Team

Hintergrund ist offenbar Koidls frühere Beratertätigkeit für die Hedgefonds Cerberus Global Investors sowie Investment Fund Värde Partners Europe, auf die Koidl auch auf seiner Internetseite hinweist.

Nach „Bild“-Informationen hatte die Berufung Koidls ins Steinbrück-Team daher im Willy-Brandt-Haus Verärgerung ausgelöst. Die SPD kritisierte Hedgefonds für ihre aggressive Anlagestrategie. Der einstige SPD-Chef Franz Müntefering hatte sie einst als „Heuschrecken“ tituliert.

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