Korruptionsverfahren

Ex-Sprecher Glaeseker weist Wulffs Aussage zurück

Wulff soll von Glaesekers Aktivitäten nichts: Der Anwalt des ehemaligen Bundespräsidenten zeigt sich über diese Aussage „irritiert”.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover erstmals Ex-Bundespräsident Christian Wulff vernommen hat, meldet sich nun dessen früherer Sprecher Olaf Glaeseker über seinen Anwalt zu Wort. Rechtsanwalt Guido Frings sagte der „Bild am Sonntag“, er sei „in hohem Maße irritiert“, dass Wulff von Glaeskers Sponsorensuche für die High-Society-Partys „Nord-Süd-Dialoge“ und die dafür vom Veranstalter Manfred Schmidt erhaltenen Gratisurlaube nichts gewusst haben will.

„Die Verteidigung ist verwundert, in hohem Maße irritiert und findet diese vermeintlichen Aussagen befremdlich, da sie nicht mit dem Kenntnisstand der Verteidigung auch nur ansatzweise in Einklang zu bringen sind“, sagte Frings.

Die Staatsanwaltschaft hatte Wulff, der nach Affären um Vorteilsnahme und Medienbeeinflussung im Februar als Bundespräsident zurücktrat, Ende Juni als Zeugen zu den Vorwürfen gegen seinen Ex-Sprecher befragt. In einem anderen Verfahren ist Wulff selbst Beschuldigter. Er soll sich von einem Unternehmer Urlaube auf Sylt bezahlt haben lassen. Der CDU-Politiker bestreitet die Vorwürfe.

( dapd/nbo )

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