Integration

Friedrich fordert verstärkte Ausbildung von Imamen

Um junge Menschen an die deutsche Gesellschaft heranzuführen, will der Innenminister eine vermehrte Ausbildung von Imamen. Positiv äußert er sich auch zum islamischen Religionsunterricht.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) plädiert für eine vermehrte Ausbildung von Imamen an deutschen Universitäten und für islamischen Religionsunterricht, um die Integration von Muslimen zu verbessern. „Religion spielt für viele Zuwanderer eine wichtige Rolle“, sagte Friedrich der „Bild“-Zeitung.

„Da ist es natürlich sehr hilfreich, wenn man Imame hat, die hier im Land ausgebildet und gut integriert sind. Sie können junge Menschen positiv an unsere Gesellschaft heranführen.“

Auch die Pilotprojekte zum islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen verlaufen nach seinen Worten vielversprechend. Sie zeigten, „dass es gut ist, wenn der Religionsunterricht in deutscher Sprache an deutschen Schulen stattfindet“.

Der Innenminister warnte vor einem Generalverdacht gegen Muslime. „Wir müssen den Muslimen deutlich machen, dass wir sehr wohl unterscheiden können zwischen denen, die religiös sind, und denen, die Religion nur zur Rechtfertigung für Gewalttätigkeit und Terror missbrauchen.“ Extremistische „Schreihälse“ dürften nicht das Bild prägen.

Vor einigen Tagen hatte das Innenministerium die Studie „Lebenswelten junger Muslime“ veröffentlicht. Die Studie ergab unter anderem, dass ein Viertel aller jungen Muslime ohne deutsche Staatsbürgerschaft latent gewaltbereit und nicht an einer Integration in Deutschland interessiert ist.