Teurer Rechtsbeistand

Wulff greift für Anwalt tief in die Tasche

Foto: dpa

Der Bundespräsident hat Gernot Lehr engagiert, einen Anwalt der Spitzenklasse. Für Wulff wird das richtig teuer. Experten gehen von einem Tageshonorar von mehreren Tausend Euro aus.

Für Bundespräsident Christian Wulff droht die Affäre um Kredite, Urlaube und Sponsoren womöglich auch zu einem finanziellen Problem zu werden. Nach Informationen der Zeitung "Rheinische Post" wird unter Experten darüber spekuliert, dass Wulff mit seinem Rechtsbeistand ein Tageshonorar von rund 4000 Euro vereinbart haben könnte.

"Eine solche Summe halte ich nicht für völlig unwahrscheinlich", sagte der Vizepräsident des Deutschen Anwaltsvereins, der Honorarfachmann Herbert Schons, dem Blatt.

Ein solcher Betrag komme "naturgemäß" infrage, weil sich Wulff mit Gernot Lehr einen Anwalt aus einer "Kanzlei ersten Ranges" gesichert habe. Er könne das gut einschätzen, weil er "Vergütungsvereinbarungen unterschiedlichster Natur in Händen" halte, erläuterte Schons.

Der aktuelle Durchschnittswert der Stundensätze von Anwälten in Deutschland liege bei 181 Euro. Bei hochrangigen Kanzleien seien Stundensätze von 400 bis 700 Euro aber nichts Ungewöhnliches.

( dapd/tma )

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