Nach Mordserie

"Das ist Thüringen" – Imagekampagne eingestampft

Stolz warb Thüringen in seiner PR-Kampagne mit dem Slogan: "Das ist Thüringen". Wegen der jüngsten Ereignisse um das rechte Terror-Trio wird die Kampagne gestoppt.

Foto: picture alliance / dpa / picture alliance / dpa/dpa-Zentralbild

"Das ist Thüringen" – mit diesem Slogan hat das Land Thüringen in Deutschland seit Sommer für sich geworben. So wurde in Anzeigen zum Beispiel der beeindruckende Supersportwagen "Gumpert Apollo" gezeigt – mit dem stolzen Hinweis, das er in Thüringen gebaut werde. Die Imagekampagne mit einem Etat von zwei Millionen Euro hatte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) im Juni 2011 vorgestellt. Doch die Kampagne ist nun Geschichte.

Thüringen setzt angesichts der mutmaßlichen Taten einer rechtsextremistischen Terrorzelle seine Imagekampagne aus. "Wir werden in diesem Jahr keine Anzeigen mehr schalten", sagte Machnig (SPD) der „Thüringer Allgemeinen“.

Die Taten des aus Thüringen stammenden Trios bedeuteten einen „schweren Imageschaden für das Land“, sagte der Minister. Die Kampagne fortzuführen, wirke da kontraproduktiv. Nun gehe es um eine schnelle und umfassende Aufklärung . In der Ende August begonnenen Kampagne waren bundesweit Anzeigen und ein Fernsehspot geschaltet worden.

Die gerade erst neue Kampagne war zuvor an die Stelle der vor einiger Zeit gestoppten Werbung als "Denkfabrik" getreten.

Bei der Vorgänger-Kampagne waren Handys, MP3-Spieler und Ferngläser in Karikaturen zu Bratwürsten geworden – mit dem Slogan: "Aus Thüringen kommt mehr als man denkt". Auch dieser Werbespruch könnte angesichts der jüngsten Ereignisse missverstanden werden.

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