Niederbayern

Josefa Schmid scheitert mit 8,9 Prozent in Regen

Weit abgeschlagen: Josefa Schmid wollte Landrätin in Regen werden, doch sie scheiterte. Die meisten Stimmen erhielt der evangelische Juso Adam.

Um den Landratsposten im niederbayerischen Landkreis Regen kommt es zur Stichwahl zwischen Michael Adam (SPD) und Helmut Plenk (CSU). Bei der Wahl am Sonntag konnte keiner der fünf Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen, wie das Landratsamt in Regen mitteilte. Nach dem Tod des Regener Landrats Heinz Wölfl (CSU) im August hatten die Kandidaten nur wenig Zeit für den Wahlkampf.

Die meisten Stimmen erhielt der 26 Jahre alte Bürgermeister von Bodenmais, Michael Adam, mit 43,5 Prozent. Adam war 2008 bayernweit bekanntgeworden, weil er als evangelischer Juso und bekennender Schwuler im katholisch-ländlichen Niederbayern zum Bürgermeister gewählt wurde. Er wird in der Stichwahl nun gegen Helmut Plenk von der CSU antreten, der mit 40,4 Prozent zweitstärkster Kandidat wurde.

Nachfolge für den verstorbenen Regener Landrats Wölfl

Dahinter landeten weit abgeschlagen die Bürgermeisterin von Kollnburg, Josefa Schmid, mit 8,9 Prozent, der Kandidat der Freien Wähler, Heinrich Schmidt, mit 3,9 Prozent und der Prackenbacher Bürgermeister Franz Xaver Eckl mit 3,3 Prozent der Stimmen.

Die Stichwahl am 27. November wird zeigen, wer die Nachfolge des vor rund drei Monaten gestorbenen Regener Landrats Wölfl (CSU) antritt. Eigentlich wären die rund 64 000 Wahlberechtigten im Landkreis Regen erst im Jahr 2014 an die Urnen gerufen worden. Wölfl war mit 58 Jahren bei einem Autounfall gestorben. Er war 2008 der einzige Kandidat gewesen.