Wahltrend

SPD und Grüne büßen absolute Mehrheit ein

Der Vorsprung von SPD und Grünen vor der schwarz-gelben Regierungskoalition verringert sich. Der Grund: Die Grünen verlieren erneut an Zustimmung.

Foto: dapd / dapd/DAPD

SPD und Grüne haben beim Forsa-Wahltrend erstmals seit Anfang April die absolute Mehrheit verloren. Nach der Erhebung des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL büßen die Grünen zum vierten Mal in Folge einen Punkt ein. Mit 23 Prozent liegen sie nunmehr gleichauf mit der SPD.

Die Union gewinnt einen Punkt und erreicht mit 33 Prozent wieder ihre Werte von Ende März. Die FDP stagniert bei 5 Prozent. Die Linke stagniert bei neun Prozent Zustimmung. Für „sonstige Parteien“ wollen sieben Prozent der Wähler stimmen.

Kein Regierungswechsel ohne Hilfe der Linken

Mit zusammen 46 Prozent haben Grüne und SPD jetzt nur noch einen Vorsprung von acht Punkten auf Union und FDP, die gemeinsam 38 Prozent erreichen.

Ohne Hilfe der Linken könnten sie damit keine eigene Regierung bilden. Zuvor hatte Grün-Rot dreizehn Wochen lang vor allem wegen der Stärke der Grünen bis zu 18 Punkte vor Schwarz-Gelb gelegen.

Aufregung um Energiewende rückt Grüne in den Hintergrund

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte, die Atomkatastrophe von Fukushima und die Aufregung um die schwarz-gelbe Kehrtwende in der Energiepolitik träten immer mehr in den Hintergrund. Deswegen sänken die Werte für die Grünen.

Zum Wert der Union sagte Güllner, dieser müsse eigentlich wesentlich höher sein. Viele bei der jüngsten Bundestagswahl zur FDP gewechselte Wähler seien zwar nun mit den Liberalen unzufrieden, wanderten jetzt aber meist ins Lager der Nichtwähler.

Für den Wahltrend wurden 2.500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 27. Juni bis 1. Juli 2011 befragt. Die nächste Bundestagswahl ist 2013.

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