Bundeswehr

CDU-Politiker erwägt Comeback der Wehrpflicht

Noch absolvieren die letzten Pflicht-Rekruten ihren Wehrdienst. Doch Schleswig-Holsteins CDU-Chef spricht schon jetzt über eine Rückkehr der Wehrpflicht.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Der schleswig-holsteinische CDU-Landesvorsitzende Christian von Boetticher hat eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ins Gespräch gebracht. "Wir sollten die Aussetzung der Wehrpflicht in einigen Jahren auf den Prüfstand stellen“, sagte Boetticher dem "Hamburger Abendblatt“.

„Wir müssen schauen: Funktioniert das Freiwilligenkonzept? Ist das immer noch die Armee, die wir uns wünschen? Wenn die Entwicklung in die falsche Richtung geht, müssen wir eventuell auch über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht nachdenken.“

Um mehr Freiwillige zu werben, habe die Bundeswehr zwei Möglichkeiten, sagte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Frühjahr.

"Entweder geht die Bundeswehr in ihrem Anforderungsprofil nach unten und nimmt auch Niedrigqualifizierte auf. Das würde die Ausbilder vor erhebliche Herausforderungen stellen. Oder die Bundeswehr wird auch für Leistungsträger attraktiver gemacht, indem beispielsweise der Sold erhöht wird.“

Die schleswig-holsteinische CDU hatte von Boetticher am Freitag zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in einem Jahr nominiert. Der 40-Jährige bekam bei einem Parteitag in Norderstedt 209 von 240 Stimmen.

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