Schlussstrich unter ein dunkles Kapitel der Bundeswehr: Fast sieben Jahre nach dem Skandal um gequälte Rekruten in einer Kaserne im westfälischen Coesfeld sind sieben frühere Bundeswehr-Soldaten schuldig gesprochen worden.

Sie gehen straffrei aus, müssen allerdings den Großteil der Kosten des langjährigen Verfahrens tragen, urteilte das Landgericht Münster.

Im Sommer 2004 waren bei insgesamt vier Übungen mehr als 160 Soldaten misshandelt und gedemütigt worden. Die Rädelsführer sind bereits im Jahr 2007 zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Im zweiten Prozess saßen sieben Soldaten auf der Anklagebank, weil sie die Rekruten bei den Übungen überrumpelt, gefesselt und an die Quäler weitergereicht hatten.

dpa/mcz