Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung fehlt es den Ost- und Westdeutschen laut einer Studie an einer gemeinsamen Identität. Im Vergleich zu 2006 – dem Jahr der gemeinsamen Euphorie durch die Fußball-WM im eigenen Land – seien 2010 die gegenseitigen Vorurteile sogar wieder angestiegen, sagte der Leiter des Berliner Forschungsverbundes SED-Staat, Klaus Schroeder.

Grund sei, dass Ost wie West zu wenig zwischen den früher unterschiedlichen Systemen und der eigenen Lebenswelt differenzierten und sich Anerkennung verweigerten. Deshalb wachse nicht so zusammen, was zusammengehöre.

dpa/sip