Whistlebower

Amnesty fordert Freilassung von Julian Assange

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Ein Demonstrationsteilnehmer mit einer Maske des Wikileaks-Gründers Julian Assange im Hemd (Archivbild).

Ein Demonstrationsteilnehmer mit einer Maske des Wikileaks-Gründers Julian Assange im Hemd (Archivbild).

Foto: dpa

Die US-Justiz will Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen und fordert seine Auslieferung. Amnesty International glaubt nicht an eine gute Behandlung durch US-Behörden.

London. Vor einer Anhörung im Fall Julian Assange hat Amnesty International erneut die Freilassung des inhaftierten Wikileaks-Gründers gefordert.

Die US-Justiz müsse ihre Vorwürfe gegen den Australier fallenlassen und die britischen Behörden ihn umgehend aus der Haft entlassen, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am Mittwoch soll in London das Berufungsverfahren um Assanges Auslieferung an die USA beginnen.

Amnesty verwies auf Berichte, die nahelegen, dass die USA geplant haben sollen, Assange zu entführen oder zu töten, als er sich in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhielt. "Damit werden die diplomatischen Zusicherungen der US-Behörden, wonach Assange in den USA eine gute Behandlung erwartet, noch weniger glaubhaft", hieß es. Noch immer sei niemand für US-Kriegsverbrechen in Afghanistan oder dem Irak zur Verantwortung gezogen worden, sagte Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard. Doch demjenigen, der diese Verbrechen aufgedeckt habe, drohe ein Leben hinter Gittern.

Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen forderte US-Präsident Joe Biden auf, das Verfahren zu stoppen. Die USA wollten sich auf der Weltbühne wieder für Menschenrechte einsetzen, sagte die Londoner Vertreterin der Organisation, Rebecca Vincent, in London. "Aber dies wird immer ein großer Stachel im Fleisch bleiben. Das muss aufhören."

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( dpa )