Präsidentenwahl

Swing States: Wo die Entscheidung in der US-Wahl fällt

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US-Wahl: Briefwahlen verzögern finales Ergebnis

US-Wahl- Briefwahlen verzögern finales Ergebnis

Das wird ein knappes Rennen: Die Briefwähler werden wohl entscheiden. Dieses Jahr haben knapp 70 Millionen US-Amerikaner ihre Stimme per Briefwahl abgegeben.

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Der Großteil der Wahlzettel ist ausgezählt, doch ein Ergebnis gibt es noch nicht. Die Entscheidung fällt in fünf US-Bundesstaaten.

Berlin. Die letzten Wahllokale hatten schon lange zu, doch ein Ergebnis war noch nicht in Sicht: In mehreren entscheidenden US-Bundesstaaten war am Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit noch offen, wer die Mehrheit der Stimmen gewinnen würde – und damit das Weiße Haus.

Nachdem Demokrat Joe Biden Michigan und Wisconsin für sich entscheiden konnte, spielen vor allem Arizona, Nevada, Georgia, North Carolina und Pennsylvania eine zentrale Rolle bei der Frage, ob Donald Trump oder Biden die Wahl gewinnt.

Sowohl für US-Präsident Trump als auch für Herausforderer Biden gab es damit noch rechnerische Möglichkeiten, sich eine Mehrheit der Wahlmänner zu sichern.

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Trump gewinnt in ländlichen Regionen

Wem das letztendlich gelingt, wird sich frühestens am Donnerstag entscheiden. Wegen der Wahlgesetze in den USA konnte in mehreren entscheidenden Staaten erst am Dienstag mit der Auszählung der in diesem Jahr besonders zahlreichen Briefwahlstimmen begonnen werden. Weil die Wähler der Demokraten häufiger per Brief wählen als die der Republikaner, sahen Beobachter unter diesen Wählern bessere Chancen für Biden.

Sichere Ergebnisse gab es am Tag nach der Wahl vor allem in Staaten, in denen der Wahlausgang absehbar gewesen war. So konnte Amtsinhaber Trump sich Wahlmänner-Stimmen in ländlich geprägten Bundesstaaten im Mittleren Westen und Süden sichern. Auch Florida, ein wichtiger Staat und häufig Orakel für den Ausgang der gesamten Wahl, ging an Trump. Texas, wo die Demokraten sich Hoffnungen auf einen Sieg gemacht hatten, blieb ebenfalls rot, die Farbe der Republikaner.

Biden dominiert die Küstenregionen

Herausforderer Joe Biden gewann deutlich in Staaten an den Küsten. Unklar ist die Lage Arizona: 2016 hatte der Staat im Südwesten noch Donald Trump gewählt, in diesem Jahr prognostizierte die Nachrichtenagentur AP, dass Biden dort gewinnt. Allerdings sind der Nachrichtensender CNN und die „New York Times“ noch vorsichtiger. Sollte Biden Arizona gewinnen, fehlen ihm nur sechs Wahlmännerstimmen zur Präsidentschaft.

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Die Unterschiede im Wahlverhalten offenbarten sich aber nicht nur in der Geografie: Dem National Election Pool (NEP) zufolge stimmten 87 Prozent der afroamerikanischen Wähler für Biden, außerdem 66 Prozent der Latinos und 62 Prozent der Bürger unter 30 Jahre. Trump wählten vor allem Weiße (57 Prozent) und Menschen älter als 65 Jahre (51 Prozent).

Die Mehrheit jener, die sich vom Präsidenten erhoffen, dass er das Land eint, wählten Biden. Jene, die eine starke Führungspersönlichkeit bevorzugen, votierten für Trump. (yah/mir/tma/fmg)

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