US-Vorwahlen

Rubio und Cruz setzen sich gegen Donald Trump durch

Bei den Vorwahlen in Wyoming und Washington D.C. gewinnen Donald Trumps Kontrahenten. Trump droht derweil, Demonstranten zu verklagen.

Washington.  Bei den Vorwahlen der Republikaner für die US-Präsidentschaftskandidatur hat sich der texanische Senator Ted Cruz im US-Bundesstaat Wyoming gegen seine Rivalen durchgesetzt. Nach Auszählung der Stimmen entschieden sich rund zwei Drittel der Wähler für den Erzkonservativen. Marco Rubio kam auf 21 Prozent und Trump auf acht Prozent.

Cruz konnte damit seine Position als stärkster Widersacher des umstrittenen Milliardärs Donald Trump festigt. Aufgrund des ungewöhnlichen Wahlsystems in Wyoming ist allerdings unklar, wie viele der Delegierten sich bei der Nominierung im Juli wirklich hinter Cruz stellen werden

Nach Informationen des Senders NBC konnte der Senator aus Florida, Marco Rubio, in der US-Hauptstadt Washington D.C. punkten. Demnach holte er knapp 37 Prozent der Stimmen vor Ohios Gouverneur John Kasich (36 Prozent), Multimilliardär Donald Trump (14 Prozent) und Cruz (12 Prozent).

Clinton führt bei den Demokraten

Bei den Demokraten siegte Ex-Außenministerin Hillary Clinton auf den Nördlichen Marianen, einem US-Außengebiet, mit einem Vorsprung von 20 Prozentpunkten vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders.

Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für die offizielle Nominierung auf Parteitagen im Sommer. In Wyoming, Washington und auf den Marianen war insgesamt nur eine kleine Zahl zu gewinnen. Abgestimmt wurde auch in Guam, einem weiteren US-Territorium: Hier gewann Cruz einen Delegierten hinzu.

Insgesamt führt Trump bei den Republikanern, Clinton bei den Demokraten.

Donald Trump bezeichnet Demonstranten als Müll

Die Stimmung um den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump wird immer hitziger. Am Samstagabend (Ortszeit) wurde er bei einem Wahlkampfauftritt in Kansas City (Missouri) immer wieder von Demonstranten unterbrochen. Er nannte sie schließlich „Müll“ und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen.

„Nehmt sie fest“ forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: „Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern.“

Auch vor dem Veranstaltungsgebäude demonstrierten Hunderte gegen Trump. Es kam zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei und mehreren Festnahmen. Dem Sender CNN zufolge war die Lage zu einem Zeitpunkt so angespannt, dass die Polizei Tränengas einsetzte.

Bereits am Freitag war es zwischen Demonstranten und Anhängern Trumps vor einem geplanten Kundgebungsort in Chicago (Illinois) zu Handgemengen und Prügeleien gekommen. Die Situation eskalierte, nachdem Trump wegen der großen Zahl der Protestierenden kurzfristig seinen Auftritt abgesagt hatte. (dpa/rtr)