Atomkrieg

Nordkorea will Atomsparte und Raumfahrt ausbauen

Nordkoreas Überleben hängt von seinen Atomwaffen ab. Die Führung in Pjöngjang nennt sie „lebenswichtig“ und nicht verhandelbar.

Foto: Kcna / dpa

Nordkoreas Atomwaffen sind unantastbar. Das Waffenarsenal sei wichtig für das Leben der Nation und nicht verhandelbar, teilte die kommunistische Führung in Pjöngjang am Sonntag mit. Auch für „Milliarden Dollar“ wolle das Regime diesen „Schatz“ nicht preisgeben, hieß es in einer Erklärung des Zentralkomitees der regierenden Arbeiterpartei.

Die Atomwaffen seien weder Gegenstand politischer Verhandlungen noch eines wirtschaftlichen Tauschgeschäfts, bekräftigte die Arbeiterpartei in der Sitzung, der Staatschef Kim Jong Un vorsaß. Pjöngjang könne nicht gezwungen werden, sich selbst zu entwaffnen. Solange es Imperialisten und nukleare Bedrohung gebe, werde das Regime seine eigenen Atomwaffen nicht aufgeben. Seit dem Koreakrieg zwischen 1950 und 1953 sieht Pjöngjang in den US-Atomwaffen eine Bedrohung für seine Sicherheit.

Das Regime will in der Raumfahrt aufholen

Die Arbeiterpartei kündigte überdies eine Stärkung der am Boden liegenden Wirtschaft an. Der grenzüberschreitende Handel soll ausgeweitet und diversifiziert werden. Vor allem der Agrarsektor, die Leichtindustrie und die Atomsparte sollen ausgebaut werden und in der Raumfahrt will Pjöngjang aufholen. Nach UN-Informationen sind zwei Drittel der nordkoreanischen Bevölkerung regelmäßig von Nahrungsmittelknappheit bedroht.

In den vergangenen Tagen hatte Nordkorea immer wieder heftige Drohungen gegen die USA gerichtet und erklärt, dass man sich im Kriegszustand mit Südkorea befinde. Hintergrund ist ein Manöver der USA und Südkoreas und der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm. Experten hatten gemutmaßt, Pjöngjang nähre die Furcht vor seinen Nuklearwaffen, um in einer Abrüstungsvereinbarung Hilfsgüter von den USA zu bekommen.