Nordkorea hat den USA erneut mit einem Angriff gedroht. Man werde US-Stützpunkte in Japan sowie auf der westpazifischen Insel Guam angreifen, sollten die USA Nordkorea provozieren, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag einen Sprecher des Oberkommandos. Japan und die US-Stützpunkte im Pazifik liegen in der Reichweite nordkoreanischer Mittelstreckenraketen.
Zudem hielten die Streitkräfte des kommunistischen Landes am Donnerstag unter den Augen von Staatschef Kim Jong-Un Luftabwehr-Manöver ab. Dabei sei eine Marschflugkörper-Attrappe abgeschossen worden, berichtete KCNA. Es ist äußerst selten, dass die Agentur bekannt gibt, an welchem Tag Kim an einem Manöver teilnimmt.
Das international weitgehend isolierte Nordkorea wirft den USA und Südkorea vor, turnusmäßige gemeinsame Manöver zu nutzen, um einen Angriff auf den kommunistischen Staat vorzubereiten. Anfang März hatte Nordkorea den USA mit einem nuklearen Erstschlag gedroht. Der Konflikt hatte sich verschärft, nachdem die Vereinten Nationen nach einem Atomwaffentest Nordkoreas die Sanktionen gegen die Führung in Pjöngjang verschärft hatte.
Hackerangriffe von chinesischen IP-Adressen
Unterdessen teilte Südkorea mit, Hackerangriffe auf heimische Rundfunkanstalten sowie Banken gingen auf eine IP-Adresse in China zurück. Ein Vertreter des Präsidialamtes in Südkorea, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge, dies deute darauf hin, dass Nordkorea hinter dem Angriff stecke.


