Entscheidungsschlacht

Nordkorea kündigt Waffenstillstand mit dem Süden

Foto: Kcna / dpa

Das kommunistische Nordkorea hat den Konflikt erneut eskalieren lassen. Das Land erklärte den 60 Jahre dauernden Waffenstillstand „von heute an“ für ungültig und brach den Kontakt mit dem Süden ab.

Nordkorea fühlt sich nach Berichten der Staatsmedien wie angekündigt ab sofort nicht mehr an das seit 60 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen auf der koreanischen Halbinsel gebunden. Die Zeit der Entscheidungsschlacht sei gekommen, hieß es am Montag in einem Artikel der offiziellen Zeitung „Rodong Sinmun“. Das Abkommen sei „von heute an“ vollständig ungültig.

Nordkorea hatte in der vergangenen Woche den Schritt bereits angedroht und dies vor allem mit den laufenden südkoreanisch-amerikanischen Militärmanövern begründet. Mit dem Vertrag war 1953 der dreijährige Korea-Krieg faktisch beendet worden. Der Vertrag könne nicht einseitig aufgelöst werden, sagte Südkoreas Vize-Vereinigungsminister Kim Chung Sig laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap vor dem Parlament in Seoul.

Nordkorea unterbrach am Montag zudem wie angedroht eine wichtige Kommunikationsleitung mit Südkorea. Über die „Rote-Kreuz-Leitung“ im Grenzort Panmunjom gebe Nordkorea keine Antwort mehr, teilte das Vereinigungsministerium mit.

USA und Südkorea beginnen Großmanöver „Key Resolve“

Trotz der jüngsten militärischen Drohungen Nordkoreas begannen die Streitkräfte der USA und Südkoreas wie geplant ihre jährliche Übung zur Kommandoschulung („Key Resolve“). Seit Anfang März finden bereits ihre jährlichen Frühjahrsfeldübungen statt. Dieses beruht größtenteils auf Computersimulationen und probt den Kriegsfall zwischen Nord- und Südkorea. An der Militärübung sind 10.000 südkoreanische und 3500 US-Soldaten beteiligt. Die USA haben im Süden der koreanischen Halbinsel 28.500 Soldaten stationiert.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums will Nordkorea diese Woche ebenfalls eine landesweite groß angelegte Militärübung vornehmen, an der das Heer, die Marine und die Luftwaffe beteiligt sind. Experten zufolge bergen die parallel stattfindenden Manöver die Gefahr militärischer Auseinandersetzungen an der innerkoreanischen Land- und Seegrenze.