Frankreichs Präsident

Sarkozy kündigt Karriereende an, falls er Wahl verliert

Im Fall einer Niederlage bei der Präsidentschaftswahl will Nicolas Sarkozy seine politische Karriere beenden. "Ich würde mein Leben komplett ändern", verspricht er.

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Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will im Falle einer Wahlniederlage im Frühjahr aus der Politik aussteigen: „Ich bin 56 Jahre alt, ich bin seit 35 Jahren in der Politik, ich habe einen Beruf (als Anwalt) und ich würde mein Leben komplett ändern“, sagte der in den Umfragen abgeschlagene Staatschef vor Vertrauten.

„Sie würden nichts mehr von mir hören, wenn ich verlieren sollte.“ Geschlagen gibt sich Sarkozy aber noch nicht: „Man braucht Abgeklärtheit“, hob er am Dienstag vor Vertretern der konservativen Regierungsmehrheit im Elysée-Palast hervor.

Sarkozy liegt abgeschlagen hinter Hollande

Nach jüngsten Umfragen liegt Sarkozys Herausforderer, der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande, nach wie vor weit vor dem Amtsinhaber. Jüngst sagte der Präsident dazu vor Journalisten, die meisten Franzosen hätten ihre Wahl noch nicht getroffen: „Die Franzosen sind noch nicht in den Wahlkampf eingestiegen.“

Sarkozy hatte sich bereits vor seinem Wahlsieg im Jahr 2007 zu einem möglichen Ausstieg aus der Politik im Falle einer Wahlniederlage geäußert. Im Jahr 2008 hatte er dann nach Medienberichten erklärt, keine zweite Amtszeit anzustreben: „Ich mache das fünf Jahre lang und dann gehe ich, um richtig Geld zu verdienen.“ Sarkozy will frühestens Ende Februar erklären, ob er im Frühjahr als Präsidentschaftskandidat erneut antritt.