Jeder fünfte irische Obdachlose kann sich trotz Berufstätigkeit keine eigene Unterkunft leisten. Wie die Zeitung „Irish Examiner“ berichtet , ergab eine Untersuchung des irischen Gesundheitsamtes, dass rund 20 Prozent der Menschen, die in Irland im Obdachlosenasyl leben, einer geregelten Arbeit nachgehen und daher keinen Anspruch auf kostenlose Gesundheitsversorgung haben.

Ihr Einkommen sei jedoch so gering, dass sie sich trotz ihrer Berufstätigkeit keine Wohnung leisten könnten.

Ein großes Problem ist der Zeitung zufolge vor allem die steigende Zahl von weiblichen Obdachlosen. Es gebe aufgrund von Sparmaßnahmen nur wenig Möglichkeiten zur Unterbringung von Frauen.

Irland ist von der Wirtschaftskrise hart getroffen worden. Das Land musste sich unter den Euro-Rettungsschirm flüchten. Obwohl sich langsam ein Aufschwung abzeichnet, lag die Arbeitslosenquote Ende 2011 noch immer bei 14,6 Prozent.

KNA/smb