Mehrere Tote

Nato bombardiert versehentlich Rebellen in Misrata

Bei Nato-Luftangriffen auf Misrata sind offenbar zwölf Aufständische ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Revolutionäre sprach von einem "Fehler".

Foto: AP / AP/DAPD

Die von der Nato geführte Allianz hat nach Angaben der libyschen Aufständischen versehentlich zwölf ihrer Kämpfer getötet und 40 verletzt. Schamseddin Abdulmola, ein Sprecher des Nationalen Übergangsrates in Bengasi, sagte, die Revolutionäre seien am Mittwoch bei einem Nato-Luftangriff in der westlichen Stadt Misrata ums Leben gekommen.

„Im Krieg passieren immer Fehler, das lässt sich nur schwer vermeiden“, fügte er hinzu.

Der Übergangsrat hatte die US-Regierung, die inzwischen in Libyen auch Kampfdrohnen des Typs „Predator“ einsetzt, schon vor Wochen gebeten, auch Erdkampfflugzeuge des Typs A-10 zu schicken, die wegen ihrer präzisen Zielführung auch „fliegendes Maschinengewehr“ genannt werden.

Der Sprecher erklärte außerdem, das Rote Kreuz habe den ursprünglich für heute geplantenTransport von fünf Gefangenen von Bengasi nach Tripolis auf den kommenden Samstag verschoben. Das für den Transport vorgesehene Flugzeug habe wegen schlechter Witterungsverhältnisse nicht starten können.

Bei den Gefangenen handele es sich um Angehörige der Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi. Die Führung in Tripolis habe ihrerseits noch keinen einzigen Gefangenen aus den Reihen der Aufständischen freigelassen. Nato-Sprecher Eric Povel sagte laut CNN, er wisse nichts davon.