Südkorea

Artilleriemanöver an der Grenze zu Nordkorea

Einheiten der südkoreanischen Marineinfanterie haben in der Nähe der umstrittenen Seegrenze zu Nordkorea ein Artilleriemanöver abgehalten.

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Die südkoreanischen Streitkräfte haben neue Schießübungen nahe der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer veranstaltet. Die Artillerieübungen fanden nach Militärangaben unter anderem auf der Insel Yeonpyeong statt, die im vergangenen November von der nordkoreanischen Küstenartillerie beschossen worden war. Auch auf der grenznahen Insel Baengnyong wurden solche Übungen durchgeführt. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Es habe sich um Routineübungen gehandelt, sagte ein Sprecher des Generalstabs in Seoul. Sie hätten etwa zwei Stunden gedauert. Kampfjets der Luftwaffe seien für den Ernstfall einsatzbereit gewesen, hieß es. Südkoreas Militär kündigte an, dass es künftig solche Übungen auf den grenznahen Inseln in regelmäßigen Abständen geben werde.

Es waren die zweiten Schießübungen auf Yonpyong seit dem Beschuss der Insel. Bei dem Zwischenfall waren vier Menschen getötet worden. Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten hatten sich durch den Vorfall deutlich verschärft. Vor den südkoreanischen Artillerieübungen im Dezember hatte die Volksarmee des kommunistischen Nordkoreas mit Militärschlägen gedroht, sollte die Grenze zu den nordkoreanischen Hoheitsgewässern verletzt werden.