USA

Pentagonchef hadert mit Truppenabzug aus dem Irak

US-Verteidigungsminister Robert Gates glaubt nicht, dass der Irak sich ohne US-Truppen schützen kann. Er will anbieten, Soldaten im Irak zu belassen.

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Der Abzug aller US-Soldaten aus dem Irak in diesem Jahr wird der Regierung in Bagdad nach Ansicht des Pentagons deutliche Probleme bereiten. "Sie werden nicht in der Lage sein, ihren eigenen Luftraum zu schützen. Sie werden Schwierigkeiten mit der Logistik und Instandhaltung haben“, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates in Washington bei einer Anhörung im Kongress.

Er sei daher offen für Anfragen aus dem Irak, auch nach 2011 noch amerikanische Truppen dort zu lassen. Nach derzeitigen Plänen sollen die verbliebenen rund 47.000 US-Soldaten das Land bis zum Jahresende verlassen. Danach würden nur noch rund 150 Militärangehörige in dem Zweistromland bleiben, um die lokalen Streitkräfte zu unterstützen.

"Es gibt sicher auf unserer Seite ein Interesse an einer zusätzlichen Präsenz“, sagte Gates. Ein entsprechendes Hilfsgesuch sei aber noch nicht aus Bagdad gekommen. Die USA hatten noch vor wenigen Jahren rund 170.000 Soldaten im Irak. Wie geplant verließen 2010 die verbliebenen Kampftruppen das Land. Die jetzt noch dort stationierten US-Soldaten sollen das irakische Militär ausbilden und die lokalen Sicherheitskräfte in Krisensituationen unterstützen.