Libyen

Militärische Anlagen des Gaddafi-Regimes beschossen

Es wird ernst für Diktator Gaddafi: Kampfjets der Staatengemeinschaft sind dabei, die libysche Armee zu stoppen. Alle News zur Lage im Live-Ticker.

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Bei ihrem Gipfel in Paris beschloss die Staatengemeinschaft das militärische Eingreifen in Libyen. Deutsche Soldaten werden sich an der Operation nicht beteiligen.

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+++ 21:54 +++

US-Präsident Barack Obama betont, dass US-Truppen nicht am Boden kämpfen werden.

+++ 21:43 Uhr +++

Bei den Angriffen wurden rund 20 militärische Anlagen des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi ins Visier. Allerdings könne der Erfolg des Raketenbeschusses erst später ermittelt werden, weil es in dem nordafrikanischen Land noch Nacht sei, hieß es vom US-Verteidigungsministerium.

+++ 21:29 Uhr +++

Insgesamt seien etwa 110 Tomahawk-Raketen auf libysche Ziele abgefeuert worden, hieß es in US-Kreisen.

+++ 21:14 Uhr +++

US-Präsident Barack Obama hat den Beginn einer Militäraktion seines Landes bestätigt. Es handele sich um eine begrenzte Aktion, sagte Obama während eines Besuchs in Brasilien. Die USA könnten nicht untätig bleiben, wenn ein Tyrann seinem eigenen Volk androhe, keine Gnade walten zu lassen. Ein Sprecher redete später dagegen von einer ersten Phase der Angriffe.

+++ 21:00 Uhr +++

Nach Angaben des libyschen Fernsehens sind bei Luftangriffen auf die Hauptstadt Tripolis Wohngebiete getroffen worden. Die Berichte konnten zunächst nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden.

+++ 20:58 +++

Nach französischen Flugzeugen haben auch Kampfjets der britischen Luftwaffe in die Militäraktion eingegriffen. Das bestätigte Großbritanniens Premierminister David Cameron. Die Militäraktion sei „notwendig, legal und richtig“, sagte der Regierungschef.

+++ 20:47 Uhr +++

Ein US-Kriegsschiff hat nach Medienberichten Ziele in Libyen mit Marschflugkörper n bombardiert. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Pentagonvertreter. Der britische Premierminister David Cameron gab unterdessen in London bekannt, dass auch die Streitkräfte seines Landes inzwischen in Libyen im Einsatz seien.

+++ 20.12 +++

Frankreich hat weitere Militäraktionen in Libyen angekündigt. Die Maßnahmen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt, bis sich Machthaber Muammar Gaddafi an die UN-Resolution halte

+++ 19:46 Uhr +++

Russland hat die internationale Militärintervention in Libyen kritisiert. „In Moskau bedauern wir diesen bewaffneten Einsatz im Rahmen der UN-Resolution 1973, die in aller Eile beschlossen wurde“, erklärte der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch. Zugleich rief das Außenministerium zu einer schnellstmöglichen Waffenruhe auf.

+++ 19:23 Uhr +++

Bei Luftangriffen französischer Kampfjets auf Ziele in Libyen sind nach arabischen Medienberichten auch vier Panzer der libyschen Regierungstruppen getroffen worden. Die Panzer seien am Rande der Aufständischen-Hochburg Bengasi im Osten des Landes bombardiert worden, berichtete der arabischen Fernsehsender Al-Dschasira unter Berufung auf Quellen in der Stadt. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 18:52 Uhr +++

Die US-Streitkräfte haben mit der Vorbereitung von Angriffen auf libysche Ziele begonnen. Schiffe und Flugzeuge seien in Position gebracht worden, sagte ein Militär-Sprecher. Die amerikanische Marine werde Stellungen der libyschen Flugabwehr entlang der Küste vom Mittelmeer aus angreifen.

+++ 18:21 Uhr +++

Frankreich hat nach eigenen Angaben zum Schutz libyscher Zivilisten erstmals Waffengewalt gegen Truppen des Machthabers Muammar Gaddafi eingesetzt. Gegen 17.45 Uhr MEZ sei ein erster Schuss auf ein „Fahrzeug“ abgegeben worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Das Ziel sei zerstört worden. Einem Sprecher der Streitkräfte zufolge sind etwa 20 Kampfjets in den Einsatz vom Samstag einbezogen. Das Einsatzgebiet liege etwa 100 bis 150 Kilometer von der Rebellenhochburg Bengasi entfernt. Zudem hieß es, der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle werde Frankreich am Sonntag Richtung Libyen verlassen.

+++ 17:58 Uhr +++

Ein französischer Kampfjet hat auf ein libysches Militärfahrzeug geschossen . Das verlautete aus Kreisen des französischen Verteidigungsministeriums ins Paris.

+++ 17:30 Uhr +++

US-Präsident Barack Obama hat sich entschlossen gezeigt, die libysche Zivilbevölkerung zu schützen. Die Vereinigten Staaten und eine Koalition anderer Länder sei bereit, rasch zu handeln, um die Gewalt gegen Zivilisten in Libyen zu beenden , sagte Obama nach einem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff in Brasilia. „Unsere Einigkeit war stark und unsere Entschlossenheit ist klar“, erklärte er weiter. „Das libysche Volk muss beschützt werden.“

+++ 17:28 Uhr +++

Auch nach dem Beginn einer Militäraktion mehrerer Staaten gegen Libyen ist die Nato noch nicht bereit für ein Eingreifen. „Die Nato hat bisher noch nicht entschieden zu handeln“, sagte eine Nato-Diplomatin in Brüssel. Die Botschafter der 28 Länder des Bündnisses hatten sich bei einer Sitzung nicht auf ein Mandat einigen können. Allerdings laufen die Vorbereitungen für eine militärische Aktion. Die Resolution des UN-Sicherheitsrates erlaubt jedem der 192 Mitgliedsländer zu handeln – auch allein.

+++ 17:21 Uhr +++

Kanada will sich zwar an der Militäraktion der Verbündeten gegen Libyen beteiligen, braucht nach Informationen des kanadischen Rundfunks CBC aber noch etwas Zeit bis zum Einsatz. „Kanadische Kampfflugzeuge sind gerade erst in der (Mittelmeer-) Region eingetroffen und benötigen noch zwei Tage zur Vorbereitung “, zitierte CBC aus einer E-Mail von Andrew MacDougall, dem Pressesprecher von Premierminister Stephen Harper. Nach Angaben des Senders verbreitete MacDougall die Nachricht, während Harper mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt auf dem Sondergipfel in Paris über angemessene Aktionen gegen Libyens Staatschef beriet.

+++ 17:00 Uhr +++

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy verteidigt das militärische Eingreifen in Libyen. „Wir können nicht mit verschränkten Armen danebenstehen und diesen Massakern zusehen“ , sagte Van Rompuy nach dem Libyen-Sondertreffen in Paris: „Die Zeit drängt.“ Die EU sei bereit, die Resolution des UN-Sicherheitsrates umzusetzen.

„Wir müssen der Geschichte helfen. Und als allererstes müssen wir das libysche Volk unterstützen und die Leben so vieler Menschen retten.“ Nach Worten des ständigen EU-Gipfelchefs ist die EU bereit, weitere Sanktionen gegen Libyen zu verhängen, um das Regime von Muammar al-Gaddafi in die Knie zu zwingen. Nach Angaben von Diplomaten werden die Außenminister bei einem Treffen am Montag in Brüssel unter anderem über einen möglichen Boykott libyscher Öllieferungen sprechen.

+++ 16:57 Uhr +++

Libyen will lukrative Verträge zur Ölförderung im Land künftig an Verbündete Gaddafis vergeben. Der Vorsitzende der staatlichen Ölgesellschaft Schukri Ghanim erklärte, in schweren Zeiten zeige sich, auf wen man sich wirklich verlassen könne.

Eine Regierung, die sich gegen Gaddafi stelle, werde anders behandelt als die, „die nicht gekommen sind und Gerüchte verbreitet haben“, erklärte Ghanim auf einer Pressekonferenz. Er versicherte, die Ölgesellschaft wolle trotz der Kämpfe zwischen Regimegegnern und Regierungstruppen alle Verträge erfüllen. Ghanim räumte allerdings ein, dass die Produktion von 1,7 Millionen Barrel pro Tag vor Beginn der Unruhen auf weniger als 400.000 Barrel pro Tag gefallen sei. Grund sei, dass ausländische Experten geflohen seien.

+++ 16:44 Uhr +++

Italien stellt nach den Worten von Ministerpräsident Silvio Berlusconi derzeit nur Luftstützpunkte für den Einsatz über Libyen bereit. Die italienische Luftwaffe könnte sich aber zu einem späteren Zeitpunkt notfalls auch direkt beteiligen. Der Nato-Stützpunkt in Neapel könnte das Kommandozentrum des Einsatzes werden.

Auf mehreren Luftwaffenstützpunkten im Süden Italiens kam es am Samstagnachmittag zu Bewegungen von Flugzeugen. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, drei Awacs-Maschinen zur Luftraumüberwachung seien auf dem Stützpunkt Trapani im Westen Siziliens bereit zum Abheben. Dorthin seien auch ECR-Tornados für die Bekämpfung gegnerischer Luftverteidigungsstellungen aus der nördlichen Luftwaffenbasis Piacenza verlegt worden. Auch weitere Tornado-Maschinen aus Ghedi im Norden des Landes und Eurofighter aus dem mittelitalienischen Grosseto seien auf Sizilien zusammengezogen worden.

Darüber hinaus trafen sechs dänische F-16-Kampfjets auf der Basis Sigonella im Südosten Siziliens ein. Der Präfekt von Pordenone im Norden kündigte laut Ansa unterdessen an, dass auf dem Stützpunkt Aviano die Ankunft von US-Flugzeugen erwartet wurden.

+++ 16:23 Uhr +++

Großbritannien kündigt ein schnelles Eingreifen im Libyen-Konflikt an. „Die Zeit zum Handeln ist gekommen“, sagte Premierminister David Cameron nach dem Sondergipfel zu Libyen in Paris im britischen Fernsehen. Ein Handeln gegen Gaddafi , der weiter „brutal“ gegen sein Volk vorgehe und den versprochenen Waffenstillstand gebrochen habe, sei nun „dringend“ geboten.

„Wir müssen den Willen der Vereinten Nationen durchsetzen und können das Abschlachten von Zivilisten nicht weiter zulassen“, sagte Cameron. Ob Großbritannien wie Frankreich bereits Kampfjets in Libyen im Einsatz hat, sagte Cameron nicht.

+++ 16:15 Uhr +++

Italienische Flugzeuge haben nach einem Bericht von Al-Arabija Aufklärungsflüge über Libyen aufgenommen. Das Land war früher eine italienische Kolonie.

+++ 16:11 Uhr +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält daran fest, dass Deutschland sich nicht an dem Militäreinsatz in Libyen beteiligen wird . Die US-Stützpunkte in Deutschland könnten aber dafür genutzt werden, sagte Merkel nach dem Gipfeltreffen in Paris. „Deutschland hatte gegen Teile der UN-Resolution Bedenken. (...) Aber jetzt gilt die Resolution, und wir wollen, dass sie erfolgreich durchgesetzt wird“, sagte Merkel.

+++ 15:56 Uhr +++

Neben französischen Kampfjets sichern auch britische und kanadische Militärjets das Flugverbot über Libyen ab. Das berichtete der französische TV-Sender BFMT-TV unter Berufung auf niederländische Delegationskreise nach dem Ende des Libyen-Sondergipfels in Paris. Ihr Auftrag sei zunächst die Aufklärung. Sie hätten aber auch Befehl einzugreifen, um libysche Truppenmanöver zu unterbinden.

+++ 15:50 Uhr +++

Sarkozy weist darauf hin, dass es für Libyen nicht zu spät sei. Gaddafi könne noch immer „das Schlimmste verhindern“, wenn er die am Donnerstag verabschiedete UN-Resolution zu Libyen ohne Einschränkung beachte. „Die Tür der Diplomatie wird sich öffnen, wenn die Aggressionen aufhören“ , erklärt er an die Adresse von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi .

+++ 15:46 Uhr +++

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy erklärt den Beginn der Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbots über Libyen. Nach dem Ende eines Sondergipfels in Paris mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt sagte Sarkozy, die französische Kampfflugzeuge hätten bereits am Nachmittag weitere Angriffe auf die Stadt Bengasi verhindert . „Weitere französische Flugzeuge stehen bereit, um gegen Panzer zu intervenieren, die Zivilisten bedrohen“, sagte Sarkozy in seiner Rede. Es gehe nicht darum, für die Libyer ihre Geschicke zu entscheiden, sondern sie zu verteidigen, damit sie selbst ihr Geschick in die Hand nehmen könnten. "Wir greifen sein, um die Zivilbevölkerung vor einem Regime zu beschützen, das durch den Mord an seinem eigenen Volk jegliche Legitimation verloren hat ," sagte Sarkozy.

+++ 15:42 Uhr +++

Die libysche Führung bittet UN-Generalsekretär Ban ki-Moon, die von ihr ausgerufenen Waffenruhe durch internationale Beobachte r überwachen zu lassen. Außenminister Mussa Kussa sagte auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Tripolis, dies sei auch geschehen, um die eigene Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen. Libyen habe zudem seine Bereitschaft unterstrichen, die Resolution des UN-Sicherheitsrats anzuerkennen und entsprechende Botschaften an die Mitglieder des Gremiums sowie an Ban gerichtet. „Auf diese Weise hat Libyen alle seine Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft erfüllt“, fügte Kussa hinzu.

+++ 15:27 Uhr +++

Der TV-Sender n-tv meldet, dass auch über Tripolis französische Flugzeuge zu sehen seien.

+++ 15:06 Uhr +++

Französische Kampfflugzeuge überfliegen nach Informationen des französischen TV-Senders BFMT-TVseit Samstagnachmittag die libysche Aufständischen-Hochburg Bengasi . Dort gibt es Gefechte der Rebellen mit Einheiten der regierungstreuen Truppen. Rafale-Kampfjets seien zu Aufklärungszwecken über das „gesamte libysche Territorium“ geflogen, bestätigte ein französischer Armeevertreter . Die Maschinen seien im ostfranzösischen Saint-Dizier gestartet. Nach mehreren Stunden Überflug seien sie auf keinerlei Probleme gestoßen. Die Aktion werde noch den gesamten Nachmittag andauern.

+++ 15:05 Uhr +++

Die USA wollen ihre Beteiligung an einem möglichen Militäreinsatz in Libyen nach einem Zeitungsbericht zeitlich stark begrenzen . US-Soldaten dürften nach dem Willen von US-Präsident Barack Obama nur „Tage, nicht Wochen“ in den Kampf gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi verstrickt werden, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Regierungskreise.

+++ 14:26 Uhr +++

Kanadas Regierung spricht sich für einen schnellen Beginn eines Libyen-Einsatzes aus. Es seien bereits kanadische Kampfflugzeuge in der Region, die für die Vorbereitung eines Angriffs zwei Tage benötigen, sagt ein Sprecher.

+++ 14:24 Uhr +++

Auf italienischen Militärstützpunkten laufen die Vorbereitungen für eine Militäraktion gegen das Regime des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi . Sechs dänische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 landeten auf einem US-Stützpunkt in Sigonella auf Sizilien.

Der dänische Luftwaffensprecher Lars Skjoldan erklärte, die sechs Kampfflugzeuge sollten bis Sonntag bereit für den Einsatz in Libyen sein. Italien hat die Nutzung von sieben Luftwaffen- und Marinestützpunkten angeboten, auf denen bereits amerikanische, italienische und Nato-Soldaten stationiert sind. Von den Stützpunkten aus soll die von den UN verhängte Flugverbotszone über Libyen durchgesetzt werden.

+++ 13:59 Uhr +++

Das am frühen Morgen nahe Bengasi abgeschossene Flugzeug hat offenbar nicht zum Arsenal Gaddafis gehört. Es habe sich um eine Maschine der Aufständischen gehandel t, sagte ein Rebellenvertreter der Nachrichtenagentur AFP in Kairo per Telefon. „Wir haben wenige Flugzeuge und sie sind alt.“ Es habe sich um einen Mirage-Jet aus französischer Produktion gehandelt. Der Pilot sei getötet worden.

Das Flugzeug war am Morgen über Bengasi aufgetaucht und fing dann plötzlich hinten rechts Feuer. Es stürzte darauf in bewohntem Gebiet im Süden von Bengasi ab. Beim Aufschlag gab es eine Explosion, worauf schwarzer Rauch in den Himmel stieg. Weil die Aufständischen am Boden zunächst geglaubt hatten, es habe sich um eine Maschine der Gaddafi-Truppen gehandelt, waren in der Stadt Freudenschüsse abgegeben worden. Im Laufe des Libyenkonflikts waren Teile der Armee zu den Aufständischen übergelaufen, womit diese auch einige wenige Flugzeuge in die Hand bekamen.

+++ 13:43 Uhr +++

Die Rebellen in Libyen haben nach eigenen Angaben den Angriff von Regierungstruppen auf Bengasi abgewehrt. Ein Sprecher der Aufständischen sagte, es seien vier Panzer erbeutet worden. Durch die Stadt fuhr ein Panzer, auf dem etwa zwölf Menschen saßen. Sie riefen „Wir haben gewonnen, wir haben gewonnen“.

+++ 13:36 Uhr +++

Die ersten Luftangriffe auf Ziele in Libyen könnte direkt nach dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Paris stattfinden. Das berichten Kreise, die mit der Diskussion über den Einsatz vertraut sind. Die erste Welle könnte demnach von Franzosen, Briten und Kanadiern geflogen werden. Danach würden die USA eingreifen und später die arabischen Staaten.

+++ 12:30 Uhr +++

Nach Angaben der staatlichen libyschen NachrichtenagenturJana versammeln sich Menschen an Orten, die Ziele französischer Luftangriffe sein könnten.

+++ 13:23 Uhr +++

Die Türkei erklärt sich zur Überwachung einer stabilen Waffenruhe der Konfliktparteien in Libyen bereit. „Die Türkei ist bereit, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ein Ende des Leids zu erreichen“, zitierten türkische Medien Außenminister Ahmet Davutoglu. „Sollten aber die Bemühungen für ein Endes des Leids scheitern, sind die nächsten Schritte in der UN-Resolution 1973 klar dargelegt.“ Davutoglu forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf Wohngebiete und den Schutz von Zivilisten .

Die libysche Führung hat internationale Beobachter ins Land eingeladen, um die Einhaltung einer Feuerpause zu überwachen. Diese sollten aus Deutschland, China, Malta und der Türkei kommen.

+++ 13:20 Uhr +++

Ein Krankenhausmitarbeiter und Anhänger der Rebellen in Bengasi berichtet der Nachrichtenagentur Reuters, Kampfjets beschössen die Straße zum Flughafen . Zwei bewaffnete Söldner seien in einem Auto voll mit Handgranaten durch die Stadt gefahren und hätten das Feuer auf Einwohner eröffnet. Laut einem Rebellen wurden die Männer getötet.

+++ 13:11 Uhr +++

In Paris kommen zahlreiche Staats- und Regierungschefs und die Generalsekretäre von Vereinten Nationen und Arabischer Liga zusammen, um einen Militäreinsatz gegen das libysche Regime vorzubereiten. Bei dem Gipfel soll die Umsetzung der UN-Resolution zum Schutz der libyschen Bevölkerung beschlossen werden, die am Donnerstag den Weg zu Luftschlägen gegen Gaddafis Truppen freigemacht hatte.

+++ 13:07 Uhr +++

Das über der libyschen Hafenstadt Bengasi abgeschossene Kampfflugzeug könnte Opfer des Feuers der eigenen Truppe geworden sein. „Das Zusammenwirken von Steilfeuer und niedrig fliegender Luftwaffe erfordert einen enormen rechnergestützten Koordinierungsaufwand“, sagte ein Bundeswehrstabsoffizier aus dem Bereich Luftraummanagement der Nachrichtenagentur dapd. Es sei deshalb wahrscheinlich, dass nicht die Aufständischen , sondern libysche Artillerie das Luftfahrzeug beschädigte und zum Absturz brachte. „Selbst die Nato hat immer wieder ähnliche Probleme“, erläutert der Luftraumplaner.

+++ 12:43 Uhr +++

Großbritannien hat zur Vorbereitung eines militärischen Eingreifens in Libyen mit der Verlegung von Kampfflugzeugen in den Mittelmeerraum begonnen. An dem Einsatz sollen Maschinen der Typen Tornado und Eurofighter beteiligt sein, berichtete die BBC. Außerdem sollen Aufklärungsflugzeuge der Typen Nimrod und Sentinel sowie VC-Tankflugzeuge in Stellung gebracht werden. Die BBC sendete Bilder, die die Landung zweier kanadischer Kampfjets auf einem schottischen Flugfeld zeigen.

+++ 12:40 Uhr +++

Die Öl-Produktion in Libyen ist nach Angaben der Regierung von 1,6 Millionen Barrel pro Tag (bpd) vor der Krise auf weniger als 400.000 bpd gefallen.

+++ 12:35 Uhr +++

Die Rebellen weisen einen Bericht des Staatsfernsehens zurück, wonach der ehemalige Innenminister wieder die Regierung unterstützt. Abdel Fattah Junes al-Abidi führe weiterhin die Truppen der Aufständischen an.

+++ 12:20 Uhr +++

Sondereinheiten des britischen Militärs sind einem Medienbericht zufolge bereits vor Wochen nach Libyen eingesickert. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise berichtet, sollen getarnte Teams der Eliteeinheiten Special Air Service (SAS) und Special Boat Service (SBS) strategische Ziele wie Militärflughäfen, Luftabwehrstellungen und Kommunikationszentralen vermessen und für Bombenangriffe markiert haben. Die britischen Kommandos SAS und SBS, die auch für verdeckte Aktionen in Afghanistan und im Irak eingesetzt werden, sind für Operationen hinter feindlichen Linien ausgebildet.

+++ 12:00 Uhr +++

Die Botschafter der 28 Nato-Staaten beraten in Brüssel über Details zur Kriegsvorbereitung , um dem Regime Einhalt zu gebieten. „Wir treiben mit Hochdruck die Planungen voran und gehen die einzelnen Schritte durch“, sagte ein Nato-Sprecher auf Anfrage. „Wir wollen fertig sein, wenn es losgehen sollte.“ Bislang gebe es aber noch keine Entscheidung.

Wie aus Militärkreisen verlautete, zeichnet sich aber ab, dass die Nato bereit sein wird, das vom UN-Sicherheitsrat genehmigte Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Die Planungen seien aber nach wie vor noch nicht entscheidungsreif. Unklar ist vor allem, welche Staaten bei dem Einsatz mitmachen werden

+++ 11:44 Uhr +++

Gaddafi bezeicht die UN-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone als ungültig. In einem Schreiben an US-Präsident Barack Obama habe Gaddafi seine Entscheidung gerechtfertigt, von Aufständische gehaltene Städte anzugreifen , sagte der libysche Regierungssprecher bei einer Pressekonferenz in Tripolis. „Wenn amerikanische Städte mit Waffengewalt übernommen würden, sagen Sie mir, was Sie tun würden“, erklärte der Machthaber demnach.

+++ 11:09 Uhr +++

Ein Gaddafi-Sprecher erklärt, die Weltmächte hätten kein Recht, sich in die inneren Angelegenheiten Libyens einzumischen. Die westlichen Mächte würden es bereuen , wenn sie es doch täten.

+++ 11:00 Uhr +++

Nach Meinung des Rebellenchefs Mustafa Abdel Dschalil muss die internationale Gemeinschaft schnell reagieren, um die Zivilisten vor den Angriffen der Gaddafi-Truppen zu schützen. Derzeit würden alle Stadtteile von Bengasi beschossen , sagte Dschalil dem Fernsehsender Al Dschasira.

Die internationale Gemeinschaft sei bereits spät dran. Falls man heute nicht die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates umsetze, werde es in Bengasi eine Katastrophe geben.





+++ 10:50 Uhr +++

Italiens Außenminister Franco Frattini verlangt die Verlegung der Kommandozentrale für den Militäreinsatz in Libyen von Stuttgart nach Capodichino nahe Neapel. Aufgrund der „tragenden Rolle“ Italiens bei dem Einsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone in Libyen sollte dieser vom süditalienischen Flughafen Copodichino koordiniert werden, sagte Frattini der Zeitung „Il Messaggero“. Er fügte hinzu, Italien wolle „ keinen Krieg“ mit Libyen , sondern nur die UN-Resolution durchsetzen.

+++ 9:07 Uhr +++

Dänemark hat sechs Kampfflugzeug e des Typs F-16 für einen Libyeneinsatz nach Sizilien geschickt. Zuvor hatte das Parlament in einer Nachtsitzung einstimmig der Beteiligung an einem internationalen Einsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen zugestimmt. Verteidigungsministerin Gitte Lillelund Bech erklärte, vier F-16 seien ab Sonntag einsatzbereit. Die anderen stünden als Reserve bereit.

+++ 9:05 Uhr +++

Ein Reuters-Korrespondent ist Zeuge einer Explosion in der Nähe des Hauptsitzes der Rebellen in der Stadt Bengasi im Osten des Landes geworden.

+++ 8:48 Uhr +++

Ein Sprecher der libyschen Regierung erklärt, ihre Streitkräfte seien in keine Kämpfe in Bengasi verwickelt. Die Regierung halte sich an die Waffenruhe . Die Truppen am Rand von Bengasi hätten nach Attacken der Rebellen „in Selbstverteidigung“ gehandelt, heißt es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur Jana.

+++ 8:30 Uhr +++

Augenzeugen zufolge ist über Bengasi ein Militärflugzeug abgeschossen worden . Die Maschine stürzte ab und schlug am Boden auf. Zuvor hatte es im Südwesten Bengasis anhaltende Angriffe aus der Luft gegeben, ein Militärflugzeug hatte die Stadt in niedriger Höhe überflogen.

+++ 8:20 Uhr +++

Das Stadtzentrum der Rebellen-Hochburg Bengasi ist laut dem Fernsehsender Al-Dschasira beschossen worde n. Der Sender bezieht sich auf seinen Korrespondenten.

+++ 7:56 Uhr +++

Gaddafi-Truppen haben einem Fernsehbericht zufolge die Rebellen-Hochburg Bengasi erreicht. Unter Berufung auf ihren Korrespondenten berichtet Al-Dschasira, die Streitkräfte befänden sich in den westlichen Vororten der Stadt .

+++ 6:40 Uhr +++

Das Gebiet südwestlich der Rebellenhochburg Bengasi wird von einem Flugzeug aus angegriffen . Nach Beobachtungen von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP steigen zwei Rauchwolken über dem Gebiet auf. Der Flugzeuglärm ist auch im Zentrum von Bengasi zu hören.