Drei Tage vor dem offiziellen Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak hat Präsident Barack Obama das Land als „souveräne Nation“ bezeichnet. „Der Krieg geht zu Ende“, sagte Obama in seiner wöchentlichen Radioansprache.

„So wie jede souveräne, unabhängige Nation steht es dem Irak frei, seinen eigenen Kurs zu bestimmen.“ Washington will am kommenden Dienstag offiziell das Ende der vor mehr als sieben Jahren begonnenen Kampfhandlungen besiegeln. Dies sei ein „wichtiger Schritt, um den Krieg im Irak verantwortungsvoll zu beenden“, sagte der US-Präsident, der seinen letzten Urlaubstag auf der Insel Martha's Vineyard in Massachusetts verbrachte.

„Als ich für dieses Amt kandidiert habe, habe ich versprochen, diesen Krieg zu beenden“, sagte Obama, der sich in der Irak-Frage stets um Distanz zu seinem Vorgänger George W. Bush bemühte. „Als Präsident tue ich nun genau das. Seit meinem Amtsantritt sind mehr als 90.000 Soldaten nach Hause zurückgekehrt.“

Die USA hatten vor wenigen Tagen ihre letzte Kampfbrigade aus dem Irak abgezogen. Bis Dienstag sollen auch die letzten Kampfeinheiten, die noch im Land verstreut sind, abziehen. Ab September bleiben dann noch rund 50.000 US-Soldaten zu einem „Stabilisierungseinsatz“ im Land. Sie sollen beim Aufbau der irakischen Sicherheitskräfte helfen und US-Einrichtungen schützen. Bis Ende 2011 sollen alle US-Soldaten das Land verlassen haben. Obama will am 31. August das offizielle Ende des Kampfeinsatzes mit einer Rede aus dem Oval Office würdigen.

AFP/jm