Anschlagsversuch von Detroit

Vater des Attentäters warnte CIA vor seinem Sohn

Foto: AP

Der Vater des gescheiterten Attentäters von Detroit hat die CIA offenbar schon im November vor seinem Sohn gewarnt. Dessen radikalen Ansichten machten dem Bankier und ehemaligen nigerianischen Minister so große Sorgen, dass sich mit dem US-Geheimdiens traf. Doch der leitete die Warnung nicht rechtzeitig weiter.

Der Vater des verhinderten Flugzeug-Attentäters von Detroit hat offenbar auch den US-Geheimdienst CIA vor seinem Sohn gewarnt. Wie der US-Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, fertigte ein CIA-Agent in Nigeria nach einem Gespräch mit dem Vater einen Bericht über die radikalislamischen Überzeugungen von Umar Farouk Abdulmutallab an.

Der Bericht sei an das CIA-Hauptquartier im US-Bundesstaat Virginia geschickt, anschließend aber nicht ausreichend innerhalb der verschiedenen US-Geheimdienste verbreitet worden. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Abdulmutallabs Vater habe sich am 19. November in der US-Botschaft in der nigerianischen Hauptstadt Abuja mit der CIA getroffen.

Berichten der „Washington Post“ und des US-Sender CBS zufolge schrieb Abdulmutallab regelmäßig in islamistischen Internetforen. Unter dem Namen Farouk1986 habe der Nigerianer auf der Seite gawaher.com seit 2005 mehr als 300 Beiträge verfasst, in denen er unter anderem über „Dschihad-Fantasien“ gesprochen habe.

„Ich stelle mir vor, wie der große Dschihad stattfindet. Wie die Muslime gewinnen werden, so Gott will, und die ganze Welt beherrschen und das großartigste Reich wiederherstellen“, heißt es in einer Äußerung.

Abdulmutallab war zudem schon vor dem versuchten Anschlag auf einer US-Liste von mehr als einer halben Million potenziellen Terror-Verdächtigen geführt worden. Er hätte daher gar nicht erst einen Flug in die USA antreten dürfen.

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( AFP/ks )

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