Es klingt ein wenig wie frühere Utopien vom Überwachungsstaat. Der Computer ist steter Begleiter in allen Lebenslagen. Die künstliche Stimme erklärt, gibt Ratschläge, gaukelt eine gleichberechtigte Beziehung vor und beeinflusst Menschen nebenbei unterschwellig im Sinne der jeweils Herrschenden. So weit ist es zum Glück noch nicht. Aber in diese Richtung bewegen sich die KI-Systeme und ihre Urheber allmählich.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Einen wesentlichen Unterschied gibt es: Nicht der allmächtige Staat schleicht sich in die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger ein. Es sind die großen KI-Anbieter, die ihnen mit Chatbots ein eigentlich wunderbares Instrument an die Hand geben. Die KI kann bei vielen Fragen helfen und den Alltag erleichtern. Sie ist daher aus dem Leben nicht mehr wegzudenken.
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Doch es zeigen sich auch immer mehr Schattenseiten. Insbesondere die Manipulationsmöglichkeiten sind beängstigend. Wie lange lässt die Gesellschaft die noch junge Technologie weitgehend unreguliert? Und wo sind schon jetzt Eingriffe nötig? Die Erkenntnisse der Verbraucherzentralen zeigen Risiken, die zum Handeln zwingen. Dabei geht es vor allem um den Jugendschutz.

Wenn der Chatbot zum besten Freund oder der besten Freundin wird, stimmt etwas nicht. Eltern und Lehrer müssen den Nachwuchs für die damit verbundenen Gefahren sensibilisieren. Zugleich braucht es eine Verpflichtung der Anbieter, auf für Kinder und Jugendliche zugeschnittene Manipulationsstrategien zu verzichten. Doch es sind Zweifel angebracht, ob der Arm des Gesetzes so weit reicht. Daher ist Aufklärung der erste und beste Weg zum Schutz der jungen Leute.





