Alle Augen sind aktuell auf den Iran gerichtet. Der Grund: Eine erneute militärische Eskalation wird immer wahrscheinlicher. Die USA verstärken ihre Truppenpräsenz in der Region, Israel droht mit weiteren Angriffen. Doch das iranische Regime zeigt sich trotz erheblicher militärischer und wirtschaftlicher Verluste weiterhin stabil.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Wie groß ist die Gefahr eines neuen Krieges? Militärexperte Carlo Masala spricht im Podcast „Im Krisenmodus“ mit Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe, über die möglichen Folgen. Einen Zusammenbruch des iranischen Regimes hält Masala für unwahrscheinlich. „Es gibt keine Anzeichen, dass das Regime geschwächt ist“, sagt der Professor für Internationale Politik der Universität der Bundeswehr München. Auch das iranische Raketenprogramm sei weiterhin zu großen Teilen intakt.
Iran-Krieg: Militärexperte Masala fürchtet erneute Blockade von Handelsrouten
Besonders gefährlich wäre eine Ausweitung des Konflikts auf weitere Länder. Der Iran könnte verbündete Milizen im Libanon, Irak und Jemen aktivieren. Vor allem die Huthi im Jemen könnten die wichtige Schifffahrtsroute Bab al-Mandab am Roten Meer blockieren. Zusammen mit einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus hätte das massive Folgen für den internationalen Handel und die Energieversorgung.
Auch die Ukraine könnte betroffen sein. Masala hält es für möglich, dass Russland den USA Unterstützung im Iran-Konflikt anbietet und dafür Zugeständnisse im Ukraine-Krieg erwartet. Für Kiew könnte das einen weiteren Rückgang der amerikanischen Unterstützung bedeuten.
Experte sieht keine klare Strategie für einen Angriff auf den Iran
Eine klare Strategie für einen neuen Angriff auf den Iran sieht Masala weder bei den USA noch bei Israel. Stattdessen setzten beide Seiten offenbar darauf, dass die jeweils andere zuerst nachgibt. Masala beschreibt die Situation als „Chicken Game“. Das größte Risiko: Eine weitere Eskalation könnte Folgen auslösen, die weit über den Nahen Osten hinausreichen.
Die ganze Einschätzung des Militärexperten hören Sie in der neuesten Folge des FUNKE-Podcasts „Im Krisenmodus“. Kriegsreporter Jan Jessen spricht mit Carlo Masala über die Gefahr einer erneuten Eskalation und ihre möglichen Folgen.

NRZ-Reporter Jan Jessen berichtet aus Krisengebieten aller Welt
Im Podcast „Im Krisenmodus“ spricht Jan Jessen mit Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten über ihren Alltag und ihre persönlichen Erfahrungen. Soldaten, Helferinnen und Helfer sowie Betroffene berichten aus erster Hand von den Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Journalist Jan Jessen reist regelmäßig in die betroffenen Regionen und spricht mit den Menschen vor Ort.
Sie haben eine Frage oder Anmerkung zu einer Folge? Schreiben Sie uns gerne an krisenmodus@funkemedien.de. Ihre Rückmeldung kann in einer der nächsten Folgen aufgegriffen werden.
Abonnieren Sie „Im Krisenmodus“ kostenlos bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder Youtube, um keine neue Folge zu verpassen.





