Es ist eine Summe, die Donald Trump noch gefährlich werden könnte: Auf über 40 Billionen US-Dollar (34,3 Billionen Euro) ist die Staatsverschuldung der USA erstmals gestiegen – der höchste Betrag in der US‑Geschichte. Entsprechende Zahlen veröffentlichte am Mittwoch das Finanzministerium in Washington.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Konkret belief sich die gesamte ausstehende Staatsverschuldung zum Geschäftsschluss am Vortag auf 40,05 Billionen Dollar. Daran tragen auch der US-Präsident und eine verfehlte Zollpolitik Schuld, kritisieren Experten. So müssen die USA laut der „New York Times“ allein in diesem voraussichtlich mehr als 2 Billionen Dollar aufnehmen, um laufende Ausgaben zu decken.

Darunter fallen der von Trump begonnene Iran-Krieg sowie die Steuersenkungen, die Republikaner 2025 verabschiedet haben. Auch langfristige Zahlungsverpflichtungen in den Bereichen soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten tragen wohl zur höher als von der Regierung und Experten bisher prognostizierten Staatsverschuldung bei.

US-Staatsverschuldung stieg in der Corona-Pandemie drastisch

Bereits in Trumps erster Amtszeit sowie in Joe Bidens Präsidentschaft stieg die US-Staatsverschuldung wegen der Corona-Pandemie drastisch an. Während seiner ersten Amtszeit billigte Trump eine Neuverschuldung in Höhe von 8,4 Billionen US-Dollar, von denen ein großer Anteil auf Covid-Hilfsmaßnahmen entfiel. Laut Zahlen der überparteilichen in Washington ansässigen Organisation „Committee for a Responsible Federal Budget“ (CRFB) genehmigte Biden hingegen eine Neuverschuldung von 4,3 Billionen US-Dollar in seiner Amtszeit.

„Es dauerte fast 200 Jahre, bis die Bruttoschulden der USA 1981 erstmals die Marke von einer Billion Dollar erreichten“, kommentiert Maya MacGuineas, Präsidentin des CRFB, in einem Statement den neuen Meilenstein. „Ein Schuldenberg von 40 Billionen Dollar steht nicht bloß in den Büchern der Regierung; seine Auswirkungen sind in der gesamten Wirtschaft spürbar und schlagen sich auf die eine oder andere Weise im Geldbeutel der Menschen nieder“, schreibt sie weiter.

Je mehr sich die USA verschulden würden, desto stärker würde die Inflation steigen und damit andere haushaltspolitische Prioritäten hinten wegfallen. MacGuineas warnt vor einer Anfälligkeit für „Notlagen im eigenen Land sowie für Unruhen im Ausland.“

News aus den USA

Trump-Regierung muss Handelszölle zurückzahlen

Allein in dem Steuerjahr 2026, das im Oktober 2025 begann, müssen demnach 100 Milliarden US-Dollar aufgewendet werden, für erhobene Handelszölle, die die US-Regierung nach einem Urteil des Supreme Courts zurückzahlen muss. Insgesamt seien 1,8 Billionen Dollar neue Schulden in dem Steuerjahr hinzugekommen. Die rasant steigenden Zinszahlungen an die Gläubiger, die US-Staatsanleihen erworben haben, machen laut AFP inzwischen etwa die Hälfte dieses Defizits aus und treiben die USA noch tiefer in die Schuldenfalle.