Die US-Marine kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nachdem Berichte über unhaltbare Zustände auf dem US-Flugzeugträger „USS Lincoln“ laut wurden, rückt nun ein weiteres Schiff in den Fokus: Wie „USNI News“ berichtet, führte eine Technikpanne auf dem Lenkwaffenzerstörer „USS Benfold“ zu einem Stromausfall. Die Folge: Das Schiff trieb Ende Juli bei brütender Hitze für vier Tage im Südchinesischen Meer – ohne Kombüse, Toilette oder Klimaanlage. Wie der US-Sender CNN berichtet, war das Schiff zudem manövrierunfähig.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Kommandant Matthew Comer bestätigte gegenüber dem Portal die Panne: „Am 24. Juli 2026 meldete der Lenkwaffenzerstörer USS Benfold (DDG 65) der Arleigh-Burke-Klasse während eines Routineeinsatzes im Indopazifik einen technischen Defekt an seinen Generatoren, der zu einem Stromausfall führte“, heißt es in der Erklärung. „Die Besatzung blieb unverletzt und bewies in ihrer Reaktion Besonnenheit, Entschlossenheit, Professionalität und unerschütterliche Ruhe.“

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Den Angaben zufolge war auch die Versorgung mit frischem Trinkwasser betroffen. Auf die Frage, inwieweit die Besatzung über Tage den Müll entsorgen konnte, gab der Kommandant keine Antwort. Gegenüber CNN teilte die Marine jedoch mit, dass ein weiteres Kriegsschiff die Besatzung in der Zeit auf offener See mit Essen versorgte. Ein Schlepper zog das Schiff schließlich in eine Werft. Während der technische Defekt behoben wurde, wurde die Crew auf den Philippinen einquartiert. „USNI News“ zufolge konnte das Kriegsschiff am 8. August wieder auslaufen.

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Die „USS Benfold“: Der Zerstörer trieb tagelang ohne Strom im Südchinesischen Meer. (Archivbild)© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Petty Officer 2nd Class Arthur R

Der genaue Standort des 10.000-Tonnen-Kolosses zum Zeitpunkt der Panne ist nicht bekannt. Wetterdaten zeigen allerdings, dass es im Südchinesischen Meer Ende Juli bis zu 37 Grad heiß werden kann. „Es muss äußerst stressig gewesen sein“, sagte Carl Schuster CNN. Der Ex-Kapitän musste einst selbst ohne Strom auf einem Zerstörer ausharren – wenn auch nur vier Stunden.

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Kommandant Comer bestätigte „USNI News“, dass die „USS Benfold“ mittlerweile in einem japanischen Hafen eingelaufen ist. Normalerweise ist das Kriegsschiff Teil der Flotte rund um den Flugzeugträger „George Washington“, der derzeit Kurs gen Nahost nimmt. Dort soll er die in die Schlagzeilen geratene „USS Lincoln“ ablösen: US-Medien hatten mehrere Angehörige von Besatzungsmitgliedern damit zitiert, dass sich die Lebensbedingungen auf dem Flugzeugträger verschlechtert hätten. In Berichten war die Rede von Problemen bei der Essensversorgung, nicht funktionierenden Sanitäranlagen und mentalen Krisen. Es gab Berichte über mehrere Suizidversuche.