In den USA wurden zum ersten Mal seit fast 16 Jahren wieder drei verurteilte Straftäter an einem Tag hingerichtet. Die republikanisch regierten US-Bundesstaaten Tennessee, Alabama und Oklahoma vollstreckten am Donnerstag die Todesurteile mit der Giftspritze. Unter US-Präsident Donald Trump, einem ausgesprochenen Befürworter der Todesstrafe, setzt sich damit die Zunahme von Hinrichtungen in einigen wenigen Bundesstaaten fort.

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Todesstrafe in den USA: Diese Männer wurden hingerichtet

Carlos C. wurde für den Mord an seiner Lebensgefährtin zum Tode verurteilt. Nach Darstellung des Staatsanwaltes hatte der heute 70-Jährige 2003 die zweifache Mutter monatelang verfolgt und missbraucht, bevor er ihr im gemeinsamen Zuhause zweimal ins Gesicht schoss. Örtlichen Medien zufolge starb er am Vormittag (Ortszeit) in einer Strafanstalt, nachdem ihm eine Giftspritze verabreicht worden war.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Strafvollzugsbehörde des Bundesstaates Tennessee in Nashville gab bekannt, dass Anthony H. um 10.43 Uhr (Ortszeit) an den Folgen einer Giftspritze starb. Seine letzten Worte waren demnach: „Grüßt meinen Sohn von mir.“ Noch kurz vor der Vollstreckung hatte sich die Verteidigung von H. an den Obersten Gerichtshof der USA gewandt – erfolglos. Die Strafanstalt zitierte den Sohn der Frau, die er getötet hatte. Demnach hatte der Straftäter die Frau vor 41 Jahren angegriffen, sie gefoltert und 13 Mal auf sie eingestochen.

Der heute 42 Jahre alte Jeremy W. wurde Medienberichten zufolge wegen Kindesentführung, Vergewaltigung und Mordes eines fünfjährigen Mädchens zum Tode verurteilt. Das Verschwinden des Kindes hatte demnach eine großangelegte Suchaktion ausgelöst. W. starb am Donnerstagabend (Ortszeit) infolge einer Giftspritze, wie örtliche Medien berichteten.

News aus den USA

USA: Mehrheit befürwortet Todesstrafe

Die Todesstrafe ist in den USA nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten zugelassen, allerdings wird sie in mehreren de facto nicht mehr vollstreckt. 2025 wurden demnach landesweit 47 Straftäter hingerichtet. 

Außer der Giftspritze werden Hinrichtungen in den Vereinigten Staaten unter anderem durch den elektrischen Stuhl oder – seltener – auch per Erschießungskommando vollstreckt. Laut Death Penalty Information Center sind im laufenden Jahr noch mindestens neun weitere Exekutionen geplant. Die nächste ist bereits kommenden Dienstag angesetzt.

Laut einer jüngst erschienenen repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Pew Research Center befürworten zwei Drittel der Erwachsenen in den USA (66 Prozent) die Todesstrafe für Menschen, die wegen Mordes verurteilt wurden. Eine Mehrheit (59 Prozent) ist zugleich der Ansicht, dass die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung auf schwere Straftaten habe.

os/dpa